Sonntag, 30. November 2014

Rezension zu Im Schatten der Wälder von Nora Roberts

Für Hundeliebhaber



Inhalt vom Buchrücken:
Rot wie die Liebe. Rot wie die Wut. Rot wie der Tod. Die Hundetrainerin Fiona Bristow lebt ein ruhiges Leben auf der idyllischen Orcas Island. Die Insel ist ein Zufluchtsort für sie geworden, denn Fiona hat vor einiger Zeit als Einzige den Angriff eines Serienkillers überlebt. Mit der Ruhe ist es vorbei, als der Künstler Simon und sein Hund Jaws auftauchen. Denn beide verdrehen ihr auf unterschiedliche Arten den Kopf … Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein. Der Mörder von damals sitzt zwar im Gefängnis, doch es scheint, er hat einen Schüler, der das Werk seines Meisters vollenden will …

Meine Meinung:
Also meiner Meinung nach ist das Buch eher etwas für Hundeliebhaber. Es ist zwar wieder so typisch ein Nora Roberts Roman - ihre Charaktere sind so wie ich sie liebe und der Krimifaktor wieder schön dosiert eingesetzt.
Allerdings fand ich doch, dass sich 90% nur um Hundetraining gedreht haben. Ich habe ja einen Hund und fand es teilweise sehr interessant und kannte so einiges von den Hundeschulen, die wir damals besucht haben - aber für Leute, die nicht unmittelbar einen Hund besitzen oder sich gedenken einen anzuschaffen - ja, es könnte nerven.
Am Anfang fand ich es noch interessant, aber danach habe ich die Hundetrainingskapitel übersprungen.

Den Rest fand ich allerdings sehr unterhaltsam. Die Geschichte steigt mit einer Hunderettungsstaffel ein, indem Fiona vermisste Personen auf der Insel im Wald sucht. Wir lernen ihre Arbeit sofort kennen. Schon recht bald trifft sie auf Simon, einem Holzkünstler. Seine Arbeit fand ich echt toll und generell verkörperte einen starken, unabhängigen, typisch handwerklich veranlagten Mann.
Die Liebe entspringt einer gegenseitigen Lust auf einer Affäre - sie wollen zunächst keine Beziehung - aber natürlich wie so typisch in Romanen müssen sie schließlich doch auf einander einlassen - und zwar unter ziemlich haarigen Bedingungen als Fiona um ihr Leben fürchten muss.

Fiona mochte ich sehr. Ich habe ihre robuste Art erstaunt, wobei natürliches vieles auf einen Schutzpanzer ihrer früheren Erfahrungen basiert - auch sich auf einen neuen Mann einzulassen.
Ihre Schocks sind sehr gut dargestellt, ihre Gefühle konnte ich nachvollziehen.

Simon ist ungehobelt, unhöflich, durch und durch ein Mann, spricht nicht über Gefühle - will weder Frau und Hund, aber bekommt plötzlich beide und weiß noch nicht recht, ob das gut oder schlecht für ihn ist.

Zudem hat Nora Roberts viele liebe Charaktere geschaffen, wie Fionas Stiefmutter, ihre beste Freundin oder Simons Mutter, die ich nur durch ein Telefongespräch kennengelernt habe.

Die Spannung war besonders zum Ende hin sehr stark und ich klebte an den Seiten. Der Mörder ist wieder eine echt tolle ausgefeilte Persönlichkeit, alles spitzt sich immer dramatischer zu und der Leser liest zum Ende hin immer mehr aus seiner Sicht.
Meinen Respekt an Nora Roberts. Wie kann sie sich so in das kranke psychisch gestörte Gehirn eines Mörders hineindenken?
Mus sich mir Sorgen machen? Roberts, du hast zufällig noch niemanden um die Ecke gebracht und die Schilderungen des berauschenden Gefühls basieren nicht auf eigener Erfahrung...

Fazit:
Ein bisschen weniger Hundetraining und der Roman wäre mal wieder richtig top - aber aber, die ganzen Anweisungen an die Hunde waren doch ziemlich zentral...
 
 
<3 Fiorella
 

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