Montag, 27. Oktober 2014

Rezension zu Die Letzte Zeugin von Nora Roberts


Wieder so, wie mir Roberts gefällt...




Inhalt vom Buchrücken:
 
Vertraue niemandem. Es könnte tödlich sein.
Abigail Lowery lebt in einer abgeschiedenen Kleinstadt im Süden der USA. Mithilfe modernster Sicherheitssysteme hat sie ihr Haus in ein wahres Fort Knox verwandelt. Sie vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen doch Brooks Gleason, der attraktive Polizeichef des Ortes, ist von der geheimnisvollen jungen Frau fasziniert und kommt ihr gefährlich nahe. Denn Abigail hat Angst, sich ihren Gefühlen hinzugeben wie in jener schrecklichen Nacht vor zwölf Jahren, die ihr Leben auf dramatische Weise veränderte ...

Meine Meinung:

Ich lese eigentlich keine Krimis oder Thrillers, aber bei den Romane von Nora Roberts stört mich das überhaupt nicht, weil dabei immer wieder Romantik, der Alltag und der Humor mit eingeflochten sind.
Ich habe schon viele Romane von Roberts gelesen - sie alle haben meist einen kriminellen Hintergrund oder Mordanschläge und Drohungen werden auf andere Weise mit eingeflochten - und dann gibt es immer wieder neue Art und Weisen, wie zwei Menschen sich näher kommen, sich vertrauen lernen.
Zuletzt hatte mich "Die falsche Tochter" überzeugen können - aber "Die letzte Zeugin" hat dies noch übertroffen und ich finde dieses Buch mit einer ihrer besten Werke.

Wir beginnen im Jahr 2000 und erhalten einen Einblick in das Leben von Elizabeth Fitch - und ich war sofort gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Es kommt zu einer verhängnisvollen Nacht, Elizabeth, genannt Liz kommt in das Zeugenschutzprogramm und von da an, scheint der Albtraum erst richtig los zu gehen.

Und dann werden wir ins Jahr 2012 katapultiert - in eine hübsche bunte und vor allem lebensfrohe Kleinstadt.
Ich möchte der Handlung nicht so viel vorweg nehmen, aber es war Spannung pur - von der ersten bis zur letzten Seite.
Die Ereignisse fügen sich wunderbar aneinander, Familiengeschichten werden offenbart, Probleme von anderen Freunden und man lernt die Sonnen - und Schattenseiten des Lebens kennen. Und vor allem verbirgt sich hinter jedem etwas - selbst wenn er noch so eine schimmernde Fassade hat, sich einigelt oder immer gut drauf zu sein scheint.
Diese Variabilität, Vielfältigkeit habe ich sehr genossen zu lesen - Roberts ist ein exzellenter Beobachter.

Die Hauptprotagonistin Elizabeth Fitch habe ich sehr gemocht. Ein bisschen Teenagerrebellion, ein bisschen scharfen Verstand - ja sie kam mir sehr authentisch vor.
Mit ihrem späteren Ich als Abigail Lowery, 28 Jahre alt, konnte ich mich nur schwer anfreunden. Ich habe sie zwar verstanden und eigentlich alle ihre Verhaltensweisen nachvollziehen können, dennoch wirkte sie mir selbst in ihren offenen Momenten einfach zu kühl.
Dagegen habe ich Brooks, Polizeichef im Ort sofort ins Herz geschlossen. Er ist autoritär, dominant und liebt seinen Job mit herz und Blut. Sein energisches Auftreten habe ich immer wieder einfach bewundern können. Er wusste genau was er wollte und hatte eine faszinierende Überzeugungskraft. Aber gleichzeitig war er immer freundlich, schelmisch und mit einer Engelsgeduld gesegnet.
Nora Roberts hat seine Gefühle, seine Gedanken so lebendig dargestellt - ich finde Brooks einfach super!
Und dann erst seine Mutter! Wahnsinn.

Besonders verliebt habe ich mich in das Setting. Ich habe die Sonne gespürt - die Fröhlichkeit und das bunte Haus seiner Mutter, welches mit Feenwesen und anderen mystischen Gestalten bemalt ist genau vor meinem Auge sehen können.
Gerne würde ich wissen, ob diese Kleinstadt bloß der Fantasie entsprungen ist, oder ob es sie wirklich gibt. Dann würde ich gern einmal vorbei schauen.

Der Sprachstil ist flüssig zu lesen. Die Autorin fängt die Stimmung immer wieder toll ein und wenn Action, Hetzjagd auf dem Programm sind, dann fliege ich ebenso über die Seiten, spüre die Anspannung der Protagonisten und mein Herz klopft aufgeregt mit.

Fazit:
Einer ihrer besten Romane.

 
<3 Fiorella
 

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