Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension zu Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt von Rainer M. Schröder

Ein Buch zum immer wieder Lesen...



Inhalt vom Buchrücken:
 
London, 1804: Abby Lynn ist gerade vierzehn Jahre alt, als sie eines Morgens in den Straßen Londons in einen Taschendiebstahl verwickelt wird. Angeblich der Komplitzenschaft überführt, verschwindet sie hinter den Mauern des berühmt-berüchtigten Gefängnisses von Newgate. Nur die Gewissheit ihrer eigenen Unschuld und die Hoffnung auf einen Freispruch lassen sie die qualvollen Wochen der Haft ertragen. Doch das Urteil, das in einem Blitzprozess gefällt wird, lautet "Verbannung": sieben Jahre Sträflingsarbeit in der neuen Kolonie Australien ...

Meine Meinung:
 
Abby Lynn gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich es schon über sieben Mal gelesen habe.
Mit 11 habe ich es zum ersten mal gelesen, wenn mich nicht alles täuscht.
nun ist es schon zerknittert, zerfleddert und gewellt, weil es mir auch schon einmal in die Badewanne gefallen ist. Ich habe es auch schon mehrmals als Buch in der Schule vorgestellt.

Ich finde das Originalcover nicht mehr im Internet, nur tausend andere, was daraus schließen lässt, dass dieses Buch schon mehrmals neu aufgelegt wurde und demzufolge auch bei anderen Lesern sehr beliebt sein muss.
Meine Auflage ist von 2002.

Es gehört dem Genre Historischer Roman für junge Erwachsene an. Aber selbst meine Omas fanden ihn sehr schön.

Dieses Buch spielt über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Am Anfang werden wir in das historische kalte graue London entführt und lernen Abby kennen. Kalt und hungernd bettelt sie um Brot.
Zur falschen Zeit am falschen Ort landet sie hinter den Gittern im grausamen Gefängnis Newgate. Die Zeiten sind hart und sie bleibt dort für mehrere Monate.
Dann kommt das Urteil, das schon längst gefällt ist, als sie zur Vernehmung abholen lassen.
Das gerechte Strafmaß wäre der Strick, aber mit gnädiger Berücksichtigung auf ihr jugendliches Alter wird sie in die weit entfernte Sträflingskolonie nach Australien verbannt.

Auf der Reise unter deck lernt sie eine gute Freundin kennen, muss sich aber immer wieder mit Feinden stellen.
Und dann kommt sie in Australien an.
Den Rest müsst ihr selbst lesen.
Sie lernt auf einer Farm Yulara zu arbeiten, begegnet politischen Verwicklungen, lernt ihre Liebe kennen, rettet ihre neue "Familie" vor dem Tod, liefert sich wetteifernde Duelle und wächst zu einer jungen Frau heran.

Abby ist ein ganz tolle Persönlichkeit! Sie mausert sich vom ängstlichen kleinen Mädchen zu einer selbstbewussten Frau, die weiß wo ihre Prinzipien liegen!
Sie ist rundherum ausgefeilt.

Dann gibt es ihre Freundin Rachel, die von einer Streitsüchtigen, zynischen Frau zu einer Helferin in Not wird.
Cloe - ein abstoßendes Weibsbild. Böser geht's nicht.
Andrew - kein Mann der großen Worte. Er drückt seine Gedanken und Gefühle lieber in Taten aus.
Melvin, freundlich, sympathisch aber auch ziemlich verrannt.
John - gütig, freundlich - die Gutmütigkeit in Person.
Sarah, ein  kleines liebes Mädchen. Ein bisschen verwöhnt und schmollend, aber ein kleines Kind eben.
Rosanna, die wohlbeleibte Köchin und viele andere Charaktere, die alle die ihr zugedachte Rolle erfüllen.

Die Spannung ist unterschiedlich. manchmal plätschert die Story auch nur so vor ich hin, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch und klar, manchmal wenn ich jetzt zum wiederholten Male lese, überblättere ich die politischen, langweiligen Stellen, weil dies mich nicht interessieren, aber das ist mein Geschmack und manch anderer findet vielleicht gerade diese Anfang des 19. Jahrhunderts interessant.

Der Schreibstil ist schwer zu beschreiben. Er ist gut und flüssig zu lesen und hat wieder etwas eigenes. Die grausamen Zustände auf dem Gefangentransport sind super beschrieben. meine Oma fand es teils zu detailliert, aber ich fand sie genau richtig. So war die Zeit nun mal.

Auch die drei Nachfolgebände haben mir gefallen. Teil 2 weniger, Teil 3 dafür umso mehr. Auch wenn ich gestehen muss, das sich den Autor in der Lösung einer kniffligen Situation im dritten teil nicht sehr kreativ war - denn die gleiche Lösung hat er bereits im Roman: Die Medici-Chroniken: Hüter der Macht angewendet.

Fazit: Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt ist immer noch der beste Teil der ganzen Reihe.
band 4 geht in eine völlig neue Richtung, aber gerne hätte ich mir noch weitere Teile gewünscht.
 
Das Cover welches es jetzt gibt, finde ich jedoch langweilig. Mein Cover zeigt ein verschwommenes Mädchengesicht über einem Schiff, ist blass gehalten und drückt irgendwie viel mehr die Seele dieses Buches aus.
 
 
<3 Fiorella
 

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