Samstag, 20. September 2014

Rezension zu Everflame - Feuerprobe von Josephine Angelini

Eine ganz neue Welt....



Inhalt vom Buchrücken:
Liebe schmerzt. Welten kollidieren. Feuer tötet.
Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden - und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser "Crucible" ist Lillian - und Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe?
In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst - und einer unerwarteten Liebe. Ein mitreißender Pageturner mit starken Gefühlen: schicksalhafte Entscheidungen, Magie, Spannung und Liebe mit einer Heldin zwischen zwei Männern, zwei Welten und zwei Identitäten.

Meine Meinung:
Ich habe bereits Angelinis Göttlich-Trilogie in meinem Regal stehen und fand diese geheimnisvolle mythologische Welt spannend umgesetzt, aber nun hat sie sich selbst übertroffen.
Mit Everflame schafft Josephine Angelini eine völlig neue Welt - nichts mehr von Göttern oder Mythologie zu spüren - nein es geht um Hexen und Magie.

Ich muss gestehen, ich hatte mir etwas ganz anderes vorgestellt und war am Anfang ziemlich verwirrt. Am Anfang fand ich es auch ziemlich unspektakulär und wusste nicht recht, was ich davon halten sollte...es war wie ein Tappen im Dunkel, das bewegen auf völlig neuem Areal, aber nach dem ersten Drittel packte mich das Buch dann und ich las es rasant durch.

Die Autorin hat eine neue visionäre Welt geschaffen, wie sie es davor noch nie gab und auch ein ganz neues Thema aufgegriffen. das ist glaube ich das meiste, was ich bewundere. es ist kein Abklatsch einer anderen Geschichte. Es geht nicht um Vampire, Dämonen oder die typischen Dreiecksbeziehungen - nein es ist ihre komplette eigene Phantasiewelt, die ein Salem erschafft - mit einer grausamen Herrscherin, das ich manchmal nur vor Erschütterung auf die Zeilen starren konnte, ganz sprachlos vor Entsetzen.

Lily landet plötzlich in einer fiktiven Welt, trifft dort auf eine Kopie ihrer selbst und gerät zunächst in Gefangenschaft - doch sie findet Freunde und nach und nach lernt sie ihre magischen Fähigkeiten dank des Helfers Rowan kennen und beherrschen.
Aufgrund differenzierter Weltanschaugen der Bevölkerung in Salem, gibt es ähnlich wie heute die "Mächtigen" im Stadtzentrum die alles und jeden niedermetzeln, der nicht ihre Meinungen teilt und die Flüchtlinge, Außenseiter, die heimlich in Camps leben und sich im Wald verstecken müssen.
Und inmitten dieser politischen Auseinandersetzungen, muss Lily ihre Liebe züngeln, sich selbst kennenlernen und auch noch mehr als nur einmal um ihr Leben bangen.

Lily ist schüchtern, hoch allergisch und eine sehr beeindruckende kleine Persönlichkeit. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.
Lillian, eine grausame Kopie ihrer selbst ist gefühlskalt, emotionslos, streng und unnahbar - ich fand ihre Verkörperung sehr faszinierend und freue mich schon, wenn ich in den Folgebänden mehr über ihre Vergangenheit herausfinden darf und vor allem, warum sie so geworden ist, wie sie ist. Von allen gehasst und bis in den Tod gewünscht.
Rowan ist der Haupthelfer der Hexe. Die Verbindung zwischen den Helfern und der Hexe sind ziemlich kompliziert und lassen sich erst beim Lesen verstehen.
Dabei spielt die Gedankenübertragung und das Übertragen von Energie eine wesentliche Rolle.
Rowan mochte ich sehr,. Er strahlte so ein Verantwortungsbewusstsein aus, er wusste was er tat und ging in seiner Beschützerrolle vollständig auf.
Es gibt noch zahlreiche Nebenpersonen, u.a. Juliet, Lilys Schwester, Tristan, Caleb und einige typischen Widersacher.

Die Welten und die magischen Elemente, die Josephine Angelini geschaffen hat, bewundere ich nach wie vor. Auch ist sie sich nicht schade, gewagte Themen anzusprechen. ich fand es teils romantisch, teils grausam und manche Szenen einfach so realistisch - ich dachte ich stände daneben, läge in den tiefen Katakomben, würde zwischen Armut und Reichtum hin und her springen und konnte förmlich die Energie, das Licht und die Wärme aus diesem Buch spüren - gleichzeitig aber auch die finstere Kälte und Dunkelheit.

Ihr Schreibstil war flüssig zu lesen, detailliert und lebendig. Ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen, dennoch hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Erklärungen gewünscht und ich weiß nicht woran es liegt - aber es fehlt mir etwas.
Ich finde die Story, den Aufbau, die Charaktere wirklich toll - aber doch ist es nicht rund und mich stört etwas.
Die Spannung nimmt erst ab der Mitte des Buches richtig an Fahrt auf, dann jedoch mit Karacho.
Der Verwirrtheit weicht Erstaunen.

Fazit:
Ein nicht ganz so gelungener Auftakt einer neuen Trilogie. Ich hatte andere Vorstellungen.
Das Ende fand ich sehr schön. Das hätte ich nicht erwartet, es war verzweifelt, sehnsuchtsvoll und voller Schmerz, emotionaler Empfindungen und Phantasie - so wie ich es liebe :-)

 
<3 Fiorella

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