Freitag, 12. September 2014

Rezension zu Clockwork Prince von Cassandra Clare

Ein Gefühlsstrudel aus emotionalen Schmetterlingswirbeln zu tränenverhangenen Wasserfällen und begeisterten Rauschzuständen  in meinem Herzen.....



Inhalt vom Buchrücken:
Tessa hat im viktorianischen London bei den Schattenjägern ein neues und sicheres Zuhause gefunden. Doch da wird die Leiterin des Instituts entlassen - ohne ihren Schutz ist Tessa Freiwild für den grausamen Magister. Zusammen mit den beiden jungen Schattenjägern Will und Jem versucht sie, das Rätsel um den Magister zu lösen und findet heraus, dass er einen sie ganz persönlich betreffenden Rachefeldzug führt. Als dann aber auch noch ein Dämon eine Warnung an Will überbringt, wissen sie, dass sie einen Verräter unter sich haben.

Meine Meinung:
Wie bereits oben angedeutet - ich kann es einfach nicht in Worte fassen - Cassandra Clare hat es einfach drauf!
Sie kann genial schreiben.
Ich war so von den Seiten gefesselt, ich aß am gleichen Tisch wie Tessa und irrte neben Will durch die nächtlichen Straßen - ich lebte mit den Charakteren, fühlte mit Jem und dachte Sophies Verstand wäre meiner.

Ich weiß nicht wie die Autorin das macht, aber sie hat meine größte Bewunderung dafür. Dabei muss ich zugeben, dass ich manche Handlungen einfach unpassend fand. Entwicklungsstränge, die mir nicht gefallen und doch bin ich der Trilogie um die Clockwork - Reihe verfallen.

Ich konnte manchmal in das Buch reinspringen und Tessa schütteln vor Verzweiflung, ich wollte Jessamine anschreien und Jem umarmen und dann wieder alles durcheinander wirbeln und entnervt die Hände in die Luft werfen, weil Tessa sich nicht für Will oder Jem entscheiden kann, weil sie so von ihrem Pflichtgefühl sich leiten lässt und immer noch trotz ihrer bereits unheimlich großen Entwicklung im Gegensatz zu Clockwork Angel, noch immer an die menschlichen Benimmregeln und - schranken festhält.

Ich musste lachen, laut, sodass ich Bauchkrämpfe bekam und immer mal wieder - besonders noch zu Anfang von Clockwork Prince - schmunzeln und einfach über die geistreichen Dialoge verwundert den Kopf schütteln.
Und je näher sich das Buch dem Ende neigte, desto mehr wurde mir sentimentaler und stiller ums Herz. ich fieberte mich und war genau wie die Hauptprotagonistin in einem Gefühlsstrudel aus  Treue, Sicherheit oder wilder Leidenschaft verstrickt und es schien mir gar unmöglich aus diesem Netz aus zu vielen unausgesprochenen Worten herauszukommen und sie zu entknoten.
Ich musste weinen, Wills Schicksal hat mich ergriffen und als wäre die höchste Stufe noch nicht erklommen worden, musste Cassandra Clare noch eins drauf setzen.

Zum Inhalt möchte ich diesmal nicht viele Worte verlieren. Die Handlung setzt nahtlos an das Ende des 1. Buches an. Die Handlung wird noch rasanter und mich haben so viele Ereignisse und auch Personen mit ihren Entschlüssen und in ihren Wesenszügen überrascht, dass ich gespannt bin, wie sich das weiterentwickelt.
Die Geschichte war definitiv nicht vorhersehbar - zahlreiche Pläne verlaufen im Sande und Richtungen landen in Sackgassen und auch mein geliebter Magnus Bane zeigt sich einfach von seiner besten Seite.
Ich war nur ein wenig vom typischen Liebesdreieck genervt - es erschien mir so klischeehaft und doch hat sie es einfach wunderbar umgesetzt.

Die Protagonisten finde ich wie auch schon in Clockwork Angel herzzerreißend. Allerdings verstärkt sich meine Zuneigung zu Will und Charlotte und vor allem zu Henry.
Jessamine und Jem rutschen auf der Sympathieleiter bei mir jedoch etwas hinab. Jessamine, weil sie einfach der Gipfel ist, obwohl ich sie nach wie vor verstehen kann und Jem, weil ... er ist nicht mehr der selbe...er ist am Rand des Todes nicht mehr gütig und lieb, sondern fährt auch mal aus der Haut und beginnt egoistisch zu denken.
Und Will. Ist halt Will.  Er scheint die Fähigkeit zu haben sein eines Modell was Empathie anbelangt wie einen Mantel abzustreifen und seine nackte Haut an Emotionen zu entblößen - einfach so - ohne eine allzu große Umstellung, aber das schadet der Sache nicht, sondern ich bewundere ihn nur noch mehr.

Der Schreibstil ist wie immer etwas ganz Besonderes. Kein Buch schafft es mich so zu überwältigen, dass ich lache und Weine in einem, dass ich nicht schlafen kann und einfach immer wieder über das Buch nachdenken muss.
Auch hat Cassndra Clare viele Zitate eingebaut, Gedichte und Balladen, die einfach super in den Kontext passen.
Ich glaube ja, sie hatte erst diese Sammlung, liebte sie und dann entstand daraus ihre Geschichte.

Dank ihr, werde ich demnächst "Eine Geschichte aus zwei Städten" von Charles Dickens lesen. S oft wie diesen Buch gelobt wurde, muss ich doch auch einmal dahinter steigen und vielleicht werde ich auch von diesem Zauber ergriffen.
Die Spannung fand ich sehr viel besser noch als in Clockwork Angel. Grandios!

Fazit: Besser! Besser! Besser! Als der 1. Band. Und da Clockwork Angel schon 5 Genießer von mir bekommen hat...was bleibt mir da anderes übrig? :D



<3 Fiorella

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