Sonntag, 10. August 2014

Rezension von Der Geschmack von Sommerregen von Juli Lenze


 


Inhalt vom Buchrücken:
Sophie ahnt nicht, dass ein halbes Lächeln alles auf den Kopf stellen wird. Dass ein einziger Blick aus schokoladenbraunen Augen ausreichen wird, um ihre Welt in Funken sprühendes Himmelblau zu tauchen. Dass ein einziger Kuss ihr den Mut verleihen wird, dem Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen, das ihr Leben bis jetzt bestimmt hat. Mattis ahnt nicht, dass Sophie ihm entlocken wird, was er vor allen anderen verbirgt. Dass er sich mit ihr so sicher fühlen wird wie noch mit niemandem zuvor. Beide ahnen nicht, dass ihre Liebe sie über sich selbst hinauswachsen lassen wird.

Meine Meinung:
Ich kann bis heute noch nicht sagen (ich habe es vor drei Wochen gelesen) woran es liegt, aber ich bin mit diesem Buch einfach nicht richtig warm geworden.
Ich habe schon so viele tolle Rezensionen darüber gelesen und das Buch hat auch zahlreiche Leser begeistern können - mich leider nicht.

Die Handlung ist lieb gestaltet, leise und im Kopf eines Mädchens. Sophie ist eher unauffällig und hält nicht viel vom Schminken. Doch dann taucht Mattis auf und für sie ist es Liebe auf den ersten Blick.
Am Anfang mochte ich es sogar noch. Es klang wie eine locker leicht geschriebene Liebesgeschichte, das zu such selbst finden und die Behandlung der üblichen Themen wie Generationskonflikte, Freundschaft, Liebe, das erste Mal, aber auch das Enttäuscht werden, Alkohol und Verlustängste.

Doch leider blieb es nicht bei diesen einfachen, dennoch schönen Themen. Die Autorin musste aus Mattis einen hochsensiblen Menschen machen und aus Sophie eine Person die Farben sieht. An sich finde ich das ja nicht schlimm, aber irgendwie hat es die Augen vom eigentlichen Geschehen abgelenkt und so ein großen Ruß und Brim Bam Borium drum herum gemacht, dass ich es nur noch nervig fand. Ständig kreisten Sophies Gedanken, warum sie Farben sehen kann, wie sie riecht. Dabei hat sie doch zeitweise ihre Fähigkeit im Griff und könnte sie als Gabe nutzen, damit malen und Fotos bearbeiten. Aber nein, das genügt natürlich nicht. Das muss gleich etwas gaaanz schlimmes sein und hängt tief in einer verschwiegenen Familiengeschichte mit drin. Die ganze Geheimnistuerei fand ich nur nervig.
Zwischen Mattis und Sophie lief alles rund und nun möchte sie das zerstören, weil sie mit ihren Farben nicht klar kommt.
Es könnte einfachere Wege geben. Sie könnte ihn davon berichten oder auch nicht. Er würde das eh nicht mitkriegen.
So geht meine Unzufriedenheit in der Handlung Stück für Stück weiter. Ich fand die Geschichte sehr vorhersehbar und es gab für mich weder spannende Wendungen und noch aufregenden Überraschungen. Ich habe mich einfach durch den Text gequält in der Hoffnung, dass wir nun endlich zum Schluss kommen und wissen was Sophies Farben sehen bedeutet.

Ich konnte mich leider nicht mit den Charakteren anfreunden. Mattis war für mich nur ein großer Langweiler und ich wusste bis zum Schluss nicht warum ihn alle so toll fanden und ihn anhimmelten. Eine reife Entscheidung von ihm fand ich sehr gut und auch wie zu Sophie hält und sich nicht durch irgendwelche Tussen beirren lässt.
Sophie mochte ich leider gar nicht. Sie war mir einfach zu weinerlich, kindisch und hat ihr Potenzial nicht ausgeschöpft, auch machte sie für mich keine Wandlung in diesem Roman durch.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach und orientiert sich an 12-15-Jährige Leser. Dafür aber mochte ich ihre Phantasie und Kreativität beim Beschreiben ihrer Gefühle anhand der Farben, wenn eine nachtblaue Welle auf sie zu rollte und weiße Spitzen durch ihr Gesichtsfeld hüpfen. Es ist ungewöhnlich so etwas zu lesen, aber auch eine ganz neue Perspektive und Vorstellung, wenn ich als Leser versuche durch Sophies Augen die Welt zu sehen immer beengt durch rote Farbtupfer und ockergelbe Sprenkeln, je nach Stimmung oder welche Energie in der Luft liegt.

Die Spannung war am Anfang da, ebbte jedoch relativ schnell ab und wurde nur noch zu einem ewigen Hin und Her, da konnten auch ein Streit und vermeindlicher Verrat nichts daran ausrichten. Das Ende fand ich wieder besser, als es dann zur Auflösung kam und wie Sophie mit ihrem neuen Wissen über sich und ihre Farben Streitigkeiten aus ihrem Umfeld räumte.

Insgesamt war das Buch vielleicht einfach nicht meins, da mich der Fokus es Buches auf dieses farbige Thema irritiert hat und ich würde es nicht noch einmal lesen. Dafür gibt es dann doch eine ganze Menge bessere Bücher, für die ich meine Lesezeit verwenden möchte.

 

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