Sonntag, 24. August 2014

Literaturfestival Potsdam

Hey ihr Lieben,
mein Wochenende war ja ganz schön voll gepackt. Drei Tage hintereinander Geburtstag gefeiert und dann war ich auch noch auf dem Literaturfestival in Potsdam.
Aber lieber der Reihe nach.
Am Freitagabend also war ich bei dem Geburtstag vom besten Freund meines Vaters. Mir ist noch nie aufgefallen, dass wenn man Freitags schon irgendwo feiert, das Wochenende einem gleich viel länger vorkommt.
Natürlich haben wir gegrillt.
Am Samstag war ich dann am Nachmittag auf dem Literaturfestival in Potsdam. Abends wieder auf dem Geburtstag, diesmal von meinem Cousin und heute geht's zum 75. Geburtstag meiner Oma, zu deren Anlass ich auch wieder eine Torte gebacken habe, die ich euch auch noch demnächst vorstellen werde.


Aber nun zum eigentlichen Sinn dieses morgendlichen Posts.

Ich war zum ersten Mal auf einer Lesung und dachte mir, dass ich euch dieses Erlebnis nicht vorenthalten möchte.

Das lit:potsdam geht vom 22.08.-24.08.14, wer also in der Nähe wohnt, kann noch heute schnell in den Zug springen und die Welt des Buches mitfeiern :-).
Letztes Jahr wurde dieser Literarische Sommer im Garten, in der historischen Innenstadt und am Wasser zum ersten Mal veranstaltet und da es so ein Erfolg war, wurde das ganze dieses Jahr wiederholt.
Waren schon einige von euch in Potsdam? Ich kann es wirklich nur empfehlen. Im Schloss Sanssouci war  ich nun schon ziemlich oft. Als Kind, später mit Freunden im Schlosspark chillen. Auch die kleinen Geschäfte zwischen dem Holländerviertel und Schloss Charlottenburg sind echt süß.
Und natürlich der Filmpark Babelsberg! Den mag ich am liebsten.
Aber von Potsdam soll nun nicht die Rede sein.

Auf dem lit:potsdam lesen verschiedenen Schriftsteller und Schriftstellerinnen an verschiedenen Orten aus ihren Büchern vor. Es ist wie die Lange Nacht der Museen oder der Wissenschaft, nur eben am Tag. Alle können zu den verschiedenen Orten kommen und an den Lesungen teilnehmen, sowie gibt es für Kinder Schreibworkshops, Lunch-Lesungen, Musikalische Lesungen, z.B. Ritter Rost. In den Abend hinein ging es dann in die Thrillernacht, aber da ich eh nicht der Criminal-Lesetyp bin, konnte ich das gut verschmerzen.
Heute ist der Büchermarkt mit lauter Ständen, Signierstunden und diversen Buchhandlungen, die sich vorstellen. Ich würde am liebsten heute nochmal hinfahren.

Hier habt ihr eine Liste von den Autoren, die daran teilnehmen: *Autorenliste*
Mit dabei ist u.a. Sebastian Fitzek :-)

Die Schirmherrschaft für lit:potsdam 2014 haben diesmal der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, und der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs, übernommen.

Carmen Winter, Leiterin eines Schreibworkshops in Seelow, hat mir eine Email mit einer Einladung zum Programmpunkt li:pots for kits gesendet, da in dem ebook selbst eine Geschichte von mir enthalten ist.
Und genau zu dieser Lesung bin ich hingefahren.
Diese Festveranstaltung begann im 16 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, eine echt schöne und große Bibliothek, in der ich vorher noch nie drin war. Jetzt werde ich bestimmt öfter dort vorbei schauen.
Dort wurden Kurzgeschichten, die Kinder geschrieben haben und in dem ebook Kidsbook vom Verlag für Kurzes veröffentlicht wurden, von den Schauspielern  Simone Witte und Götz Schubert präsentiert.
Ich kannte sie aus der Kästner-Adaption "Das doppelte Lottchen", wo sie die Mutter der Zwillinge spielte.
Götz Schubert erkannte aber glaub ich jeder im Saal. Er war schon oft im Fernsehen für Tatort, Polizeiruf 110, Alarm für Cobra 11 und weitere Krimiserien und - filme vor der Kamera. Außerdem ist er Hörbuchsprecher und erzählte auf echt lustige Art und Weise wie er allein in der Box sitzt und vorliest. Dies sei eine höchst anstrengende Arbeit und er könne sich auf den Text nur maximal 1 1/2 Stunden lang konzentrieren.
Außerdem liest er lieber Dialoge, in denen er die Stimme verstellen kann, da innere Monologe auf die Dauer langweilig werden.
Am meisten Spaß macht es ihm aber, wenn sogar mehrere Personen, am liebsten noch mit Hintergrundgeräuschen ein Hörbuch sprechen. Dann kommt Abwechslung in die ganze Sache und man sitze nicht mehr so allein in der Box am Mikro.

Als die Lesung eröffnet wurde, musste natürlich erst die Patin Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, ein paar Worte sprechen.
An die Politiker kommt man bei solchen öffentlichen Veranstaltungen wohl nicht rum.
Ich muss sagen, ihre Rede war unendlich lang und überhaupt nicht interessant. ich hatte den Eindruck sie weiß gar nicht wovon sie spricht und ihre Rede hat mich teils so verärgert, dass ich am liebsten aufgesprungen wäre, um ihr mal gehörig die Meinung zu sagen.

Als erstes erklärte sie, dass da ebook ja viel viel besser sei, als ein normales Buch und somit besonders junge Leute anspreche, die ja zu sehr auf die digitale Medienwelt fixiert seien. So würde man einen guten Kompromiss schaffen und viele junge Leser zum Lesen ermutigen.
So ein Quatsch. Für mich jedenfalls und ich bevorzuge nach wie vor lieber die echten Bücher, weil es einfach ein besseres Leseerlebnis ist. Der Geruch, das Gewicht in den Händen, das Fühlen der Seiten, das Angucken.....da kann das ebook nicht mithalten, auch wenn es natürlich auf Reisen sehr viel praktischer ist, das gebe ich ja zu.
Was ich aber noch viel schlimmer fand, war, dass die Ministerin behauptete, dass unsere Jugend nicht lesen würde und was für eine große Freude es ihr doch bereite, wenn sie hier auf dieser Veranstaltung junge Kinder kennenlerne, die lesen und dann auch noch schreiben und das auch noch in  der Ferienzeit, weil der Aufruf Texte für das ebook einzureichen, sehr kurzfristig kam.
Sie tat es als ein Wunder ab, dass die Jugend liest und schreibt. Ehrlich! Ich hätte ihr an die Gurgel springen können. Sie kann das doch nicht verallgemeinern.
Gerade durch euch in der Bloggerwelt habe ich so viele tolle Menschen, egal ob noch Jugendliche oder nicht, kennengelernt, die Bücher fressen und sogar selbst schreiben!
Wir sind so viele in der Bloggerwelt, ich hatte echt den Eindruck, sie höre zum ersten Mal von Kindern, die aktiv sich mit der Literatur beschäftigen.
Das finde ich im Nachhinein sehr traurig.

Moderiert wurde die Lesung von Marc Langebeck. Ihn habe ich schon an seiner Stimme erkannt. Viele kennen ihn von Kika, von quergelesen (ich gebe zu, das habe ich früher auch immer geguckt :D ) und als Moderator von Brandenburg aktuell vom rbb, einer Nachrichtensendung. Diejenigen unter euch, die jetzt nicht in meiner Region wohnen, werden ihn daher wahrscheinlich nicht kennen, aber ich fand das so toll. Ich musste gleich mal ein Foto mit ihm machen. :D

Und dann wurden per Lose aus den 21 Geschichten von Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, gewählt und abwechselnd von den beiden Schauspielern vorgelesen. Ich habe Götz Schubert bevorzugt. Er spricht, locker leicht und witzig, verstellt seine Stimme, agiert mit seiner ganzen Stimme und wedelt mit seinen Händen. es macht Spaß ihm zu zuhören und dabei zu zugucken, weil der Hörbuchsprecher eindeutig in ihm rauskommt. Simone Witte dagegen konnte Gedichte sehr gut vortragen und alles in allem war es eine schöne Erfahrung für mich, bei so einer Lesung teilzunehmen.
Am Ende gab es noch ein Gruppenfoto und Süßigkeiten.

 

Götz Schubert

Marc Langebeck

 
<3 Fiorella

Kommentare:

  1. Hallo Fiorella,

    ich merke gerade ich sollte schleunigst recherchieren wie ich an Informationen für solche Lesungen komme. Denn Potsdam wäre nicht weit von mir entfernt gewesen und es wäre bestimmt sehr interessant gewesen.

    Mich hätte ja die Thrillernacht interessiert.

    Liebe Grüße

    Cindy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh das ist ja cool, wenn du auch aus der Nähe kommst :-)
      na ich hätte es glaub ich gar nicht mitbekommen, wenn ich nicht die Einladung bekommen hätte. Ich wohne am Rand von Berlin und in der Zeit steht irgendwie immer nur alles drin, wenn s schon vorbei ist :D
      Ja, die Geschmäcker sind verschieden. Grsuel zur nacht passt ja doch irgendwie.

      Löschen
    2. Hallo Fiorella,

      ich wohne in Berlin. :)

      Löschen
    3. Ach wie schön :-) Ich habe früher in Berlin gewohnt und jetzt ganz bescheiden am Rand :D Aber zum Glück brauche ich mit dem Zug nur 20 min. in die City.

      Löschen
  2. Hallo! Bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe mit Begeisterung deinen Bericht über deine erste Lesung gelesen. Ich habe letztes jahr bei uns in der Nöhe auch endlich eine Lesung entdeckt...einen ganzen Abend mit drei österreichischen Autoren, die es jedes jahr im Sommer gibt und meine einzigen Lesungs-Erlebnisse sind...aber es ist einfach etwas einzigartiges! Ja, auch in Österreich wird immer wieder behaupetet, dass die Kinde rnicht mehr lesen und auch nicht mehr lesen können....:( Meine Tochter ist das ganze Gegenteil! Und wie man sieht gibt es Gott sei Dank noch genug Lesefreunde! Lass dir liebe Grüße da! Hast eine neue Leserin...und ich war gestern auch auf einer Geburtstagfeier ;)
    LG Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Martina,
      das freut mich :-) Wie bist du denn auf den Blog gestoßen?
      Österreich, uii, das ist ja doch ganz schön weit weg :D
      Und ja das stimmt. Lesung klang für mich eher uninteressant früher, aber ich denke, dass ich nochmal so etwas mitmachen werden.
      Liebe Grüße,
      Fiorella

      Löschen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.