Sonntag, 13. Juli 2014

Rezension zu This Is Not A Love Story von Holly Bourne

 
 
 
 
Inhalt vom Buchrücken:
 
An die wahre Liebe oder gar an Seelenverwandtschaft hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein . . . Ist diese Liebe zu groß für sie?

Hier gelangt ihr zu weiteren Informationen zur Autorin.  Außerdem wird dort eine Leseprobe für euch bereitgestellt.

Meine Meinung:
 
Ich war schon sehr gespannt auf das Buch. Es stand lange auf meiner Wunschliste und als ich es dann endlich in den Händen hielt, konnte ich mich noch nicht dazu überwinden gleich los zu lesen.
Die Meinungen gehen bei diesem Buch sehr auseinander. Einige schwärmen nur so in den höchsten Tönen, andere sagen, es ist eher langatmig.

Aber das wunderschöne Cover, was bei mir ein wesentlicher Grund war, dieses Buch zu lesen und ja - auch meine Neugierde - veranlassten mich schließlich dazu, doch die erste Seite zu öffnen.

Erster Satz:
Der Tag begann wie jeder andere auch: Mit einem Sonnenaufgang.

Die Handlung fand ich super. Der Klappentext stimmt genau mit dem Inhalt des Buches überein.
Ich wurde zuerst in die Welt von Penny eingeführt. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Penny erzählt locker und sarkastisch. Sie kommt aus einem stabilen Elternhaus mit einer Helikoptermutter, hat drei gute Freunde und entspricht ganz gegen ihrem Willen einem typischen Teenie-Klischee.

Unter anderen Umständen hätte mich das vielleicht gestört, aber Holly Bourne hat dieses Klischee so fließend und leicht eingebaut, ja sogar offen dargelegt, dass es einfach passt.

Ich muss gestehen, der Plot hat mich überrascht. Das erste Zusammentreffen von Noah und Penny ist einfach herrlich. Ich hatte es mir ganz anders ausgemalt.  Penny, die streng die Liebe für Schwachsinn hält, lässt ihn mehrmals abblitzen, dank ihrer flotten Sprüche, aber auch ihrer unkontrollierbaren Panikanfälle.

Ich konnte mich sehr gut in Penny hineinversetzen und somit ihre mitunter sehr fragwürdigen Entscheidungen gut nachvollziehen.
Die Handlung spitzt sich schließlich immer mehr zu und es kommt wie es kommen muss: Penny und Noah kommen trotz aller Schwierigkeiten zusammen.
Aber damit ist noch lange nichts vorbei und nein - es wird auch entgegen meiner Vermutung nicht langweilig.
Mit Penny und Noah hat Holly Bourne ein so süßes Paar geschaffen. Es ist zum Schmelzen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und obwohl zwischen den Beiden alles in Butter war, es mehr oder weniger keine Querelen gab - außer ein paar Naturkatastrophen - fand ich es einfach mal schön eine Liebesgeschichte zu lesen, in der scheinbar alles perfekt läuft.

Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Penny als Ich-Erzählerin erzählt. Aber ab und zu ist in kursiver Schrift ein auktorialer Erzähler an einem ganz anderen geheimen Ort. Lange tappt der Leser im Dunkeln, was es damit auf sich hat, aber langsam kommt von Kapitel zu Kapitel mehr Licht hinein und mich beschlich als Leser schon eine dumpfe Vorahnung.

Die Protagonistin Penny ist einfach zum Knuddeln. Lieb und kratzbürstig und einfach lebendig. Sie macht in dem Buch eine unglaubliche Wandlung durch.  Am Angang verabscheut sie die Liebe, doch sie ist bereit zu Lernen und erkennt, dass nicht alles richtig ist, was Gold glänzt. Sie gesteht sich eigene Fehler ein. Auch fand ich sehr schön, dass sie ein hohes Verantwortungsgefühl auch gegenüber ihren Eltern und Freunden hat. Trotz ihrer Verbindung und elektrisierenden Liebe zu Noah, vernachlässigt sie ihr soziales Umfeld nicht, lässt weder die Schule schweifen, oder verändert sich sonst irgendwie negativ. Im Gegenteil. Sie blüht regelrecht auf.

Mit Noah hat Holly Bourne einen Goldesel geschaffen. Ich fand ihn jedoch von seinen charakterlichen Zügen her, nicht ganz so gut ausgearbeitet wie Penny. Er ist ziemlich stur und traut Penny nicht. Er hat seltsame Stimmungsschwankungen, die meiner Meinung nach trotz seiner Rechtfertigungen nicht ins Gesamtbild passen. Auch wäre er mir als Gesprächspartner zu langweilig. Allerdings gibt es auch nicht übermäßig viele Dialoge zwischen den Beiden, sondern eher Beschreibungen, was die beiden zusammen machen, weshalb er mir vielleicht deswegen ein wenig blass rüberkommt.
So wenig seine Wortgewalt auch in Erscheinung treten, seine Handlungen sind grandios. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber er ist in jeder Hinsicht ein Traummann. Ich sage nur diese Stichworte: Rockstar - Geld - viel Geld.
Und er setzt dieses auch schamlos für Penny ein. *Schmacht*
Selbst beim Lesen habe ich mich wie eine kleine Luxusfee oder moderne Prinzessin gefühlt.

Genau darum finde ich den Plot des Buches auch so schön. Es ist romantisch, einfach ein Buch welches in allen Glitzerregenbogenfarben erstrahlt, mich lächeln lässt und der Seele einfach gut tut. Und gleichzeitig ist es ein wunderbares Märchen, mit einem Funken Magie und Action, Aufregung und Panik.


Auch die Nebencharaktere fand ich sehr schön herausgearbeitet. Die Eltern von Penny sind wirklich stinknormale Eltern. Und das passt. Es müssen nicht immer quirlige Mütter und verrückte Väter sein, damit ein Buch seinen Reiz hat.
Ich mochte besonders Pennys Vater. Er bildet eine sichere Konstanz in dem Buch und auf seine Sätze kann man sich immer verlassen. Sie werden sich nicht ändern.

Pennys beste Freundin Lizzie ist auch so eine Nummer für sich. Sie ist die Journalistin und Klatschtante vor Ort und ihr entgeht kein Geheimnis. Und als sie mal eins für sich behalten soll, zappelt sie wie ein aufgeregtes, kleines Mädchen, strampelt mit den Beinen und....wirkt so lebendig.
Pennys andere Freundinnen Amanda und Ruth sind mehr oder weniger Randerscheinungen, die in eine Rolle fallen und dort auch bleiben. Ruth als klassische Aufreißerin und der Krone für Egoismus und Amanda das stille Wasser.
Im Hintergrund halten sich Noahs Bandmitglieder. Von ihnen erfährt der Leser nicht so viel, was der Sache aber keinen Abbruch tut.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Gerade durch die sarkastische Art von Penny musste ich ab und zu Schmunzeln, aber auch die kalte, eisige Aura, die von der Widersacherin ausgeht, ist ihr sehr gut gelungen. Vor dieser Person fürchtet man sich regelrecht.
Und es wäre ja kein zauberhaftes Märchen, wenn es nicht da noch einen kleinen Haken gebe.

Mit der Spannung gehe ich vollends mit. Ich teile nicht die Meinung, dass This Is Not A Love Story keine Spannungsentwicklung hätte.
Die Spannung hält sich im ersten Teil zurück, aber das störte mich nicht. So konnte ich ganz in Ruhe einfach mal fröhlichen und lebenslustigen Seiten Platz machen. Ich war auch so gefesselt. Im letzten Drittel dagegen nimmt die Spannung rasant an Fahrt auf.
Es wird laut und hektisch und in mir hat sich alles dagegen gestrebt, dass das passiert, was ich geahnt habe.
Aber es passiert. Und dann ist die Autorin echt ein bisschen fies. Kurz gibt sie uns als Leser noch einen Hoffnungsschimmer - ja alles scheint sich noch zu wenden und dann verpufft es. Aus. Vorbei. Ende.

Ich habe lange überlegt, was ich in der Rezension dazu schreiben soll. denn es scheint mir einfach nicht fair. Natürlich lässt der Titel schon einiges vermuten - aber dennoch.
Ich fand das Buch wunderbar. Total schön. Ich hab es in drei Tagen ausgelesen gehabt. Es war ein steiler Höhenflug auf die 5 Sterne zu.
Ich habe es genossen, es zu Lesen und ich wollte immer weiter lesen und es ist einfach megaschön.

Aber dann kam das Ende. Und es versaut alles. Wirklich. Es ist eins dieser Bücher, die rundum perfekt sind und das letzte Kapitel macht einfach alles zu Nichte. Jetzt hat die ganze vorherige Handlung einfach keinen Sinn mehr und ich verstehe nicht, warum es geschrieben wurde.
Ich war nach Abschluss des Buches ernsthaft verzweifelt und wütend und ich meine - das kann sie doch nicht machen! Sie kann mir doch nicht ein wundervolles Buch präsentieren, das zum Träumen einlädt, romantische Gefühle und Emotionen aufwirbelt, aufgeregt mitfiebern lässt und dann stellt sich auf der letzten Seite heraus - alles nur ein Scherz. Das gibt es nicht. Das ist nicht möglich. Ich fühle mich wie ausgelacht.

Meiner Meinung nach wäre ein anderes Ende besser gewesen. Es wäre möglich gewesen und ich spiele gerade ernsthaft mit dem Gedanken mir ein eigenes Ende zu schreiben. Dann könnte ich es mit ruhigem Gewissen auch öfter lesen, aber so...da fühle ich mich echt veräppelt.

Fazit:
 
Ein wunderschönes Buch. Traumhaft und ja ich empfehle es zulesen, weil die schönen Lesestunden davor es einfach wert sind in Pennys und Noahs Welt zu verweilen. Das Ende ist das Ende - im Wahrsten Sinne des Wortes und ich hoffe einfach, dass ihr damit besser klar kommt, als ich :-)

Somit ist This Is Not A Love Story knapp an fünf Genießern vorbeigeschrammt.



<3 Fiorella


Kommentare:

  1. Für mich war die Liebesgeschichte viel, viel zu kitschig, sodass mir fast schlecht wurde. Aber ich habe schon von genug Leuten gelesen, dass sie das Buch ganz, ganz toll fanden. Nur leider nicht mein Fall.

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    1. ja das stimmt, aber ich fand es auch mal schön so etwas kitschiges zu lesen :) Aber das Ende zerstört die schöne Glitzeregenbogenwelt leider.

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