Samstag, 28. Juni 2014

Rezension zu Ewiglich - die Liebe von Brodi Ashton

Da dies der dritte Teil der Ewiglich-Trilogie ist, möchte ich vor Spoiler auf die anderen Teile warnen.



Inhalt auf dem Buchrücken:
 
Große Gefühle: das dramatische Finale der „Ewiglich“-Trilogie.
Nikki hat einen hohen Preis zahlen müssen, um Jack zu retten: der Ewigliche Cole hat sich durch eine List ihres Herzens bemächtigt. Noch immer sieht er in ihr seine Persephone, die Herrscherin der Unterwelt. Während Nikki und Jack alles daran setzen, das Herz zurückzugewinnen, bereiten Cole und seine Freunde sich darauf vor, den Kampf um die Herrschaft des Ewigseits zu gewinnen. Nikki erkennt, dass sie nur eine Chance hat, die Ewiglichen zu vernichten.

Meine Meinung:

Erster Satz:
Jack rieb sich die Augen und setzte sich im Bett auf.

Wieder einmal finde ich, dass der Klappentext ganz schön in die Irre führen kann.
Von Persephone ist nie die Rede. Ja, Nikki soll Königin werden, aber doch ist es noch mal etwas anderes, als es mit Persephone aus der Mythologie auf sich hatte.

Ich habe lange auf diesen Teil gewartet, besonders nachdem mich Brodi Ashton nachdem zweiten Teil mit so einem echt fiesen Cliffhanger zurückgelassen hat.
Schon auf den letzten Seiten wurde klar: Nikki war auf den Weg eine Ewigliche zu werden und sah nur noch eine Chance es zu verhindern. Das Ewigseits zu zerstören.

Genau dort wo die letzte Seite in Band 2 Ewiglich die Hoffnung aufhört, setzt die Geschichte nun wieder ein. Es fiel mir leicht wieder in die Handlung hineinzukommen, ohne dass dem Leser alles nochmal wiederholt wurde, was in den vorigen Bänden passierte. Der Übergang war nahtlos da.

Ich muss zugeben, in der Mitte des zweiten Bandes habe ich mir noch gedacht: was kann da noch groß im Finale passieren? Erst wird Nikki gerettet, dann Jack und Friede - Freude- Eierkuchen. Aber Brodi Ashton hat mich mit ihrer Idee überrascht und beide Welten, die über der Erde und das Ewigseits geschickt miteinander verknüpft.

Nikki mochte ich diesmal noch mehr als ohnehin schon. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit und obwohl sie ihr Schicksal eine Unsterbliche zu werden sehr real und pessimistisch sieht, gibt sie nicht auf. Sie weiß, dass sie um keinen Preis von einem Spender nähren möchte.
Auch ihre Gefühlsschwankungen gegenüber Cole fand ich sehr gut nachvollziehbar. Auf der einen Seite ist er ihr Freund, auf der anderen Seite hat sie nun allen Grund ihn zu hassen. Am Ende musste ich richtig mit ihr mitleiden.

Jack dagegen fand ich etwas schwach. Er hat im gesamten Roman keine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Sein Hauptmerkmal waren seine Fähigkeiten, die mit denen des Herkules zu vergleichen sind und seine Eifersucht und Liebe zu Nicki. Besonders Letzteres prägten besonders die erste Hälfte des Buches. Ständig war sein Beschützerinstinkt da, seine Aufopferung und das Gefühl, als klebte er wie Sekundenkleber an Nikki. Einerseits kann ich es verstehen, nachdem die beiden so viel durchgemacht haben, aber zeitweilig war es doch zu viel des Guten.

Sehr gut wieder fand ich Cole. Hammer! Und dann gleich so eine Überraschung. Mehr möchte ich dazu eigentlich gar nicht sagen, aber allein wegen Cole finde ich das Buch lesenswert. Ich habe so viel über seine inneren Gedanken und Gefühle, ja auch sein früheres Leben erfahren und als dann das Ende vom Lied kam....da hat es mir richtig den Hals zugeschnürt.

Ein bisschen vermisst habe ich Jules, Nikkis ehemals beste Freundin. Sie wird am Rande zwar erwähnt und sie leistet auch ihren ganz eigenen Beitrag, aber doch bleibt die Beziehung zwischen dem Dreiergespann Jack, Nikki und Jules sehr offen.
Dafür tauchen alte Freunde wieder mit auf, was ich sehr gut fand, da die Reihen dadurch als ein gesamtes Ganzes betrachtet werden können und nicht als Einzelgeschichten. Auch tragen die tollen Cover dazu bei.

Seite 59:
"Es bedeutet, dass ich deine einzige Quelle zum Überleben bin."

Brodi Ahstons Schreibstil war wie auch schon von den anderen Büchern gewohnt leicht und flüssig zu lesen und obwohl sie sehr detailreich schreibt, uferten die Beschreibungen keinesfalls aus. Auch machte es besonders ihre Beschreibung leicht sich wieder in die ganze Handlung einzufinden und die Fäden zum ersten und zweiten Band zu ziehen.



Die Spannung war am Anfang noch recht flach gehalten. Je mehr aber Nickis rätselhafte Schattenbänder am Armgelenk auftauchen (was auch schon in den ersten Teilen immer wieder eine andere Art der Uhr und des Zeitdrucks ist), desto rasender nahm die Handlung ihren Lauf. Zwischen einzelnen halsbrecherischen Aktionen, die mir doch manchmal sehr zufallsglückmäßig erschienen und teils unglaubhaft leicht klappten, legten sich dann doch noch mal ein paar schwere Brocken in den Weg, die im rasendem Tempo umschifft werden mussten. Die Zeit lief ab, die Buchseiten rannen mir durch die Finger und die Spannung verpuffte dann am Ende auf ihrem Höhepunkt ganz plötzlich und wichen einer leisen, zarten Stimmung, die mich mit einem etwas traurigem Gefühl, dass Buch zuklappen ließen.

Alles in allem eine runde Sache und als Abschluss der Trilogie sehr abschließend, weil es mir undenkbar erscheint, dass noch mal mehr etwas passieren könnte. Es ist wirklich sehr endgültig.
Ich hatte das Buch in drei Tagen durch, ich wurde sehr gut unterhalten und trotz kleiner Mängel empfehle ich es auf jeden Fall weiter.




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