Sonntag, 4. Mai 2014

Rezension zu Dark Heroine-Dinner mit einem Vampir von Abigail Gibbs

 
WOW.
WOW.
WOW.

Ich kann schon mal vorweg sagen, dass dieses Buch mich umgehauen hat- im positiven Sinne- du auf jeden Fall 5 Genießer von mir bekommt!
Es war einfach toll. Es ist nicht nur mal wieder etwas mit mehr Seiten bestückt - im Gegenzug zu anderen Büchern - sodass ich mehr Lesegenuss hatte, längere Zeit in dieser fantastischen Welt verweilen konnte, immer wieder Handlung hautnah miterlebte - nein ich wünsche mich persönlich dorthin und würde am liebsten in das Buch hinein klettern.



Ich muss gestehen. Das war schon lange nicht mehr der Fall. Zuletzt hat mich nur Cassie mit den Chroniken der Unterwelt so mitgerissen und dann eine ganze Weile nicht mehr.

Aber nun erst mal zur Handlung. :D

Inhalt vom Buchrücken:
Die Vampire sind zurück und wie! "Dark Heroine. Dinner mit einem Vampir" wurde zur Droge für 17 Millionen Fans in England. Jetzt erscheint der internationale Bestseller auf Deutsch und sorgt mit Charme, Witz und Erotik für ein völlig neues Blutsauger-Vergnügen!
Diese Nacht verändert Violets Leben für immer: Mitten auf dem Trafalgar Square in London geschieht ein furchtbarer Mord, und die 18-Jährige ist die einzige Augenzeugin. Erfolglos versucht sie, vor den Tätern zu fliehen - und wird in ein abgelegenes Herrenhaus verschleppt, das von nun an ihr Gefängnis ist.
Doch Violets Kidnapper sind keine Menschen, sondern Vampire, faszinierend und todbringend zugleich. Der charismatische Blutsauger Kaspar hat besondere Pläne mit Violet, denn sie ist Teil einer gefährlichen Prophezeihung. Wird sie sich Kaspar hingeben, um zur sagenumwobenen dunklen Heldin zu werden oder hat er Violets Mut unterschätzt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?

Meine Meinung:
Ich glaube, die habe ich soeben oben schon kundgetan.
Aber vielleicht eine Randbemerkung: Ich hasse Twilight und die House-of-Night-Reihe reißt mich auch nicht mit. Bisher waren Vampire nicht so meins. Aber diese Vampire sind anders.
Besser. Viel besser!

Erster Absatz:
Der Trafalgar Square ist vielleicht kein besonders guter Ort für ein Mädchen. Jedenfalls nicht gegen ein Uhr morgens.
Ganz allein.

Das Buch hat 605 fantastische Seiten. Die Schrift ist nicht übermäßig groß, sogar zum Teil kleiner als in anderen Büchern.
Es ist untergliedert in 63 langen Kapiteln. Sie sind wirklich lang. Aber nicht langweilig. Sondern auf jeder Seite ein Hochgenuss. Da brauche ich zum Lesen gar nichts mehr zum Naschen.
Es wird mal aus der Sicht von Violet und mal von Kaspar geschrieben, wobei Violets Perspektive eindeutig überwiegt.

Seite 19:
Ich sah wie er den Sterbenden aus dem Weg trat, der ein letztes schwaches Stöhnen ausstieß, und heißer Zorn überlagerte meine Angst.
"Arschloch.", zischte ich.
Er erstarrte.
Ich ebenso. Mir stockte der Atem und mein Magen krampfte sich zusammen. Er kann mich unmöglich von der anderen Seite des Platzes gehört haben. Trotzdem drehte er sich jetzt langsam, fast beiläufig zu mir um.
"Na, was haben wir denn da?" Er lachte leise und seine Lippen verzogen sich wieder zu diesem höhnischen Grinsen. Ich reagierte instinktiv. Bevor ich einen klaren Gedanken fassen konnte, war ich schon aufgesprungen und rannte über den Platz. Meine Pumps lagen noch hinter der Bank und meine nackten Füße trommelten auf das Pflaster, während ich buchstäblich um mein Leben rannte. Das nächste Polizeirevier war nicht weit weg und ich würde alles darauf wetten, dass ich die Stadt besser kannte als diese Typen.
"Wo willst du denn hin, Kleine?"
Ich keuchte und prallte gegen etwas Hartes und Kaltes. gegen etwas so Kaltes, dass ich erschrocken zurücksprang. Direkt vor mir stand der dunkelhaarige junge Mann.

Manchmal ist es vielleicht etwas brutal, schonungslos. Irgendwo habe ich gehört, dass dieses Buch daher auch erst ab 16 Jahren sein soll.
Mich stört das nicht. Es wirkt in dieser Hinsicht wie knallharte Realität und macht das Buch für mich auch so besonders. Die Vampire sind nun mal nicht lieb und nett. Sie sind was sie sind, dass muss Violet akzeptieren. Sie muss als Mensch damit klarkommen, dass Kaspar andere Mädchen umbringt, um von ihnen zu trinken.

Er ist ein Bad Boy. Und kein Möchtegern-Bad Boy, wie in vielen anderen Büchern. Diesmal ist er wirklich einer!
Und wird es vermutlich auch bleiben.

Seite 37:
"Vampire gibt es nicht.", flüsterte ich kopfschüttelnd. "Ihr seid nur ein Haufen Verrückte."
Bevor ich noch ein weiteres Wort sagen konnte, wurde ich gegen die Wand geschleudert. Kaspars Brust hob und senkte sich schwer und ich fühlte seine Stärke, seine Macht, seinen Hunger. Sein Atem wärmte meine Haut nicht, wie es bei jedem anderen der Fall gewesen wäre. Er strich kalt über meinen Hals. Mein Puls raste, die Adern auf meinen Handrücken schwollen an und traten deutlich sichtbar hervor. Ich schloss die Augen und spürte, wie seine rasiermesserscharfen Fänge über die pulsierende Ader an meinem Hals strichen, bevor sich einer seiner Eckzähne in meine Haut senkte, sie Schicht um Schicht durchschnitt und sich immer tiefer grub. Ein Schrei brach aus meiner Kehle hervor und ich riss die Augen auf, ballte die Hände zu Fäusten, grub die Fingernägel in meine Handballen und biss die Zähne aufeinander. Ich war vollkommen hilflos. Er war zum Töten geschaffen und ich war es absolut nicht.

Das Buch birgt zudem auch viele Überraschungen und jetzt wo ich fertig bin, muss ich sagen, muss ich das Buch gleich nochmal lesen, da es beim zweiten Mal garantiert aus einem anderen Blickwinkel geschieht.

Seite 78:
Er zog mich an sich und quetschte meine Rippen schmerzhaft zusammen.
" Lass mich los, dafür hast du doch deine Nutten!", schrie ich.
Er sah mich an und Begreifen blitzte in seine Blick auf. Sofort wurden seine Augen schwarz. "Das wirst du büßen, Kleine.", knurrte er mit bebender Stimme.
Mit einer einzigen entschiednene Bewegung schob er mein Haar beiseite und stieß meinen Kopf zurück. (...)
Doch er packte meine Haare und zog mich hoch, bis ich auf den Zehenspitzen stand. Ich schrie auf und sah, wie er die Zähne fletschte.
(...)
"Ich werde dir beibringen mich zu fürchten.", fauchte er.

...

"Die Prinzen des Reichs bekommen immer was sie wollen.", raunte er und trat zurück.
(...)
"Wenn du dich mir weiter widersetzt, könnte deine Zeit hier sehr unangenehm werden. Und glaub mir Violet Lee, du wirst lange hierbleiben."

Auch mag ich Violet und Kaspar sehr. Wie sie miteinander verbunden sind und Violets sarkastische Stimmen im Kopf brachten mich zum Lachen - bis mich eine Gänsehaut überlief, als der wahre Grund ans Licht kam.
Und Kaspar. Ein so mehrdimensionaler Charakter,. So facettenreich und vielschichtig und so echt!
Ich kann es nicht beschreiben, aber ich bewundere die Autorin dafür. Sie hat ein messerscharfes Auge.

Seite 193
"Mach die Augen auf, Kleine! Ich bin der verdammte Prinz und befehle dir, nicht zu sterben!"

Und natürlich gibt es nicht nur Violet und Kaspar, sondern noch eine ganze Menge anderer Charaktere. Und die Sprache finde ich auch sehr schön. Aber vor allem schafft es Abigail Gibbs lebhaft zu schreiben. Sie schafft das, was ich in manchen Büchern vermisse.

Seite 329:
Langsam ging ich weiter, bis ich in einem dunklen Winkel zwischen zwei Wohnwagen hinter einigen leeren Kisten einen Umriss erkannte. Allmählich gewöhnten sich meine Augen an die Dunkelheit und ich schob einen der Kartons beiseite.
Dort lag ein Mädchen in Kaspars Armen. Ihre Kleider waren zerfetzt, die Haut aufgerissen. Sie war braun gebrannt, doch noch während ich die Situation erfasste, nahm ihre Haut einen blassen Grauton an und aller Glanz verschwand aus ihren Augen. Der einzige Farbtupfer war ihr Hals, der leuchtend rot schimmerte. Blut troff herab.
Tot.
Kaspar richtete sich auf und ließ ihren schlaffen Körper aus seinen Armen gleiten. Sie fiel auf die aufgewühlte, schlammige Erde. Langsam wandte er sich zu mir um. Blut rann ihm übers Kinn, und Hals und Wangen waren mit pfirischfarbenem Lippenstift verschmiert. Ein Hinweiß darauf, wie er sie gefangen hatte.
Ich schluckte und zwang mich zu atmen...ein und aus, ein und aus...
"W-warum?", brachte ich endlich heraus. Ich wollte nicht näher kommen. Seine Augen waren dunkelrot, wurden aber allmählich heller, bis sie dasselbe trübe Grau angenommen hatten wie die Haut des Mädchens. Einer seiner Fangzähne bohrte sich ins eine blutbefleckte Unterlippe.
Er sah auf sie herab. "Ihr Name war Joanne."
"Du weißt ihren Namen?", flüsterte ich, unfähig den Blick von ihrer geschundene Leiche abzuwenden, die da mit dem Gesicht nach unten im Schlamm lag. Er nickte.
(...)
Ich wand mich ab und sah fort: "Du kannst doch nicht einfach wahllos Menschen töten."
Sein Knurren erklang hinter mir. "Ich bin ein Vampir, Kleine, ich muss töten, um mich zu ernähren, und sie war mir lieber als du."

In der Handlung passiert so viel mehr als der Klappentext besagt. So viele Überraschungen und Wendungen. Das Buch müsst ihr lesen! Jedenfalls wenn ihr den gleichen Büchergeschmack habt wie ich ;)
Ich war von der ersten Seite an begeistert. Nach den ersten 20 Kapiteln. Nachdem ich die letzte Seite umblätterte.
Ich bin auch noch nach einer Woche restlos begeistert!

Ich wünschte ich könnte mehr als 5 Genießer geben.
Eigentlich muss ich das sogar, denn wer mein Bewertungssystem kennt, hier, dann wisst ihr, dass selbst bei 5 Genießern nicht alle stimmen muss.
Aber hier stimmt alles!
Es ist perfekt!
Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so viele Lobeshymnen auf ein Buch geschrieben. Meine letzten Rezensionen pendelten bei drei Genießern. :D

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