Dienstag, 20. Mai 2014

Rezension Partials 1- Dan Wells

Das Buch ist der Wahnsinn!
 
Ganz ehrlich. Ich ging zunächst etwas skeptisch an das Buch heran, und auch der Einstieg fiel mir schwer, aber nach den ersten 20 Seiten war ich schon voll drin, jagte um die eine Ecke zur nächsten, zückte Schusssalven ab und fieberte und rätselte mit Kira gemeinsam um das Geheimnis des Virus.
Das Buch ist in der nicht aus der Ich-Perspektive, was meinem Lesegeschmack aber nicht schmälerte.

Inhalt vom Buchrücken:
Den Krieg gegen die Partials, künstlich erschaffene Menschen, haben nur wenige tausend echte Menschen überlebt. Die 16-jährige Kira begibt sich mit einer Gruppe Verbündeter nach Manhattan, ein Gebiet, das die übermächtigen Partials beherrschen. Und dabei entdeckt sie, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Partials vor dem Untergang stehen und beide mehr gemeinsam haben, als sie ahnten. Die letzten Menschen haben sich nach einer verheerenden Katastrophe nach Long Island, vor die Tore Manhattans, zurückgezogen. Die Partials, übermächtige Krieger, die einst von den Menschen erschaffen wurden und sich dann gegen sie wendeten, bedrohen die Überlebenden. Und eine unheilbare Seuche fordert ihre Opfer. Die sechzehnjährige Kira setzt alles daran, einen Weg zu finden, die Krankheit zu heilen. Doch dieser Weg führt sie nach Manhattan, mitten in das Gebiet der unheimlichen Partials. Und was sie dort entdeckt, wird nicht nur ihr eigenes, sondern das Schicksal aller Geschöpfe auf unserem Planeten verändern

 



Meine Meinung:
Erster Satz:
Das neugeborene Mädchen 485GA18M starb am 30. Juni 2076 um 6.07 Uhr morgens.

Letzter Satz:
Such den Trust.

Eine Mischung aus Die Tribute von Panem, Die Stadt der verschwundenen Kinder,  Die Bestimmung, Legend und Gebannt.
Es hat von allem etwas abbekommen und bildet doch eine völlig neue eigenständige Einheit.
Es geht um das Thema
Freiheit.
Revolution.
Vertrauen.
Freundschaft.
Kameradschaftliches Verhalten.
Teamarbeit.
Macht.
Wer Freund, wer Feind?
Medizin.
Biologie.

Seite 56:
"So nass war ich noch nie im Leben.", stöhnte Kira. "Ich schwöre, dass ich selbst in der Badewanne trockener bin als hier."

Seite 92:
"Mein Haus soll nach Basilikum und nicht nach jugendlichen Achselhöhlen riechen."

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die später sowie ich die medizinische Richtungen einschlagen, aber selbst für angehende Pädagogikstudenten oder Auszubildende, egal wer oder was ihr Zeit, wenn ihr die oben genannt Bücher rund um June und Day, Katniss, Gaia und Tris geliebt habt, dann werdet ihr auch dieses Buch hier nicht mehr aus der Hand legen.

Seite 52:
"Jeder sieht, dass es ihm schlecht geht.", klärte Marcus sie mit ruhiger Stimme auf. "Aber wir haben den Bruch geschient du verbunden, und ich kann ihn so stark unter Medikamente setzen, dass er auf einem magischen Kaugummiregenbogen nach Hause zu fliegen glaubt. Allein von seinen Fürzen können Sie sich auf einen Trip begeben."

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, zu erzählen. Ich liebe es einfach. Ich konnte mit Kira Mitfiebern, ihre Handlungen waren mir völlig logisch und auch die Nebencharaktere fand ich gut herausgearbeitet. Doch um manch einen aus der Truppe tut es mir Leid. Besonders bei einer Person, denn soviel sei verraten: Er beschützt Kira mit seinem Leben und stirbt daran.

Seite 42:
Auf einmal loderten die Bäume im Norden orangerot, gleich darauf gab es einen ohrenbetäubendes Dröhnen. Kira hatte das Gefühl, die Druckwelle raste durch die hindurch und versetzte ihr einen Schlag in den Magen.

Seite 96:
Kira atmete tief ein. "Aber ich muss mich losreißen und Marcus suchen."
"Gib ihm einen Kuss von mir.", sagte Xochi.
"Einen Zungenkuss?"

Es ist im Großen und Ganzen aber keine Liebesgeschichte. Sondern Action. Sucherei. Fragen um die Zukunft. Doch das Ende lässt hoffen, dass dies vielleicht im zweiten Band auftritt.
Auch gibt es innerhalb des Buches immer wieder zahlreiche Wendungen und eine ganze Sache hat mich besonders überrascht. Aber das müsst ihr selbst lesen :D

Seite 39:
"Das Haus reicht wie eine Gruft."
"Es ist eine Gruft."

Seite 155:
Sie wandte sich an Dünn. "Was sagst du selbst? Warum bist du hier?"
"Ich will ein Stück von einem Partial haben."
"Spitze.", kommentierte Kira. "Ein wirklich überzeugendes Motiv." Dann sah sie Dreckig an. "Und du?" Dreckig nickte. Seine Augen blieben hinter pechschwarzen Brillengläsern verborgen. "Ich will einfach nur kleine Babys retten."

Was mich aber am meisten bestaunte, war die Sprache und der Stil vom Autor Dan Wells.
Spritzige Dialoge, locker und leicht, aber auch ernste, glaubwürdig erscheinende Gespräche, wissenschaftlich auf höchsten Niveau - mein Empfinden.
Die Beschreibung der Orte vermittelte mir ein sehr genaues Bild von der Zukunft. Ein realistisches.

Seite 37:
Auf der Straße waren zahlreiche Autos geparkt. Die Reifen waren platt, die Scheiben nach Jahren des Verfalls von den Elementen zerstört. In einem Wagen saß ein grässlich grinsendes Skelett auf dem Fahrersitz - ein RM-Opfer, das irgendwohin hatte fahren wollen, um den Weltuntergang zu entkommen.

Seite 171:
- haufenweise Scherben, Mauerbrocken, Pflasterstücke, zerkrümelnde Schnellbauwände, unzählige Papierfetzen, die ungebunden im Wind flatterten oder halb verrottet in einer dicken Schicht aus Unrat, Blättern und Pilzen klebten. Lange grüne Tentakel wickelten sich um Getränkedosen mit verblichenen Aufdrucken, zogen durch die Speichen verrosteter Fahrräder und klammerten sich verbissen an die Türen alter Taxis und Busse oder an Straßenschilder.

Das Buch hat mich positiv überrascht, brachte mich zum Lachen und es war innerhalb von zwei Tagen Ratzi-Fatzi-durch. Da muss ich mich schnell mal nach dem zweiten Band umsehen.

Seite 408:
Es gab kein Oben und Unten, kein Links und Rechts mehr, nur die Gewalt des Wassers, Druck und Beschleunigung. Kira wurde durch ein kaltes, tobendes Nichts geschleudert. Sie musste Xochis Arm loslassen, fand ihn wieder und  klammerte sich verzweifelt an den einzigen festen Gegenstand weit und breit. Die Welle trug sie weiter und zerrte sie durch die formlose Leere, bis ihre Lungen zu platzen drohten. Auf einmal war sie wieder an der Luft und überschlug sich. Sie schaffte es gerade noch, tief einzuatmen, ehe die nächste Wasserwand über sie hereinbrach. Eisern hielt sie den rm fest, weil sie dem absurden Gedanken anhing, er könne ihr einzig und allein das Überleben sichern. Als die zweite Welle vorbei war, tauchte sie aus dem Wasser auf und holte tief und verzweifelt Luft, wobei sie reichlich Meerwasser schluckte. Sie hustete und atmete noch einmal durch. Die nächste Welle donnerte herbei, und sie ging unter.



 Der Inhalt wirkte überzeugend, auch wenn mir die Pläne und Entschlüsse am Anfang sehr naiv und enthusiastisch rüberkamen.
Aber dank der Sprache des Autors und der ganz besonderen Art der Beziehung zwischen der Hauptprotagonistin Kira und dem Partial Samm gibt es von mir 5 Genießer.





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