Freitag, 30. Mai 2014

Wölkchens Freitagsfragen

 
 
Bücher Frage:
1. Schaust du dir Buchverfilmungen an bevor du das Buch gelesen hast oder eher danach? - Oder spielt das keine Rolle für dich? 

 Eher danach. Das Buch ist ja meist soviel besser als der Film und wenn mir der Film nicht gefällt, habe ich vielleicht keine Lust mehr das Buch zu lesen und mir entgeht vielleicht etwas tolles. Also daher danach.
Außerdem kann ich dann meine Mitmenschen, die das Buch nicht kennen so schön ärgern und ihn während des Films sagen: "Also weißt du, in dem Buch war das jetzt so: ....." xD

Private Frage:

2. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Hm. Ich muss sagen, da hadere ich mit mir selbst ziemlich.
Ich wurde ohne Religion und Glauben erzogen, daher denke ich da sehr rational und sage mir, wenn ich Tod bin, bin ich Tod. Dann ist das wahrscheinlich so, wie vor meiner Geburt, dass ich einfach weg bin und nichts mitkriege. Die Erde dreht sich weiter und ich spüre nichts, daher ist das Tod sein, dann gar nicht so schlimm. Weil im 18. Jahrhundert habe ich ja auch nicht gelebt und ich wusste nichts davon.
Aber andererseits bereitet mir genau das Bauchschmerzen, wenn ich daran denke. Ich will schließlich nicht so weg sein, wie vor meiner Geburt. Das ist schrecklich für mich, der Gedanke eines Tages nicht mehr da zu sein....zu leben....
 
Okay, ich merk schon, ich muss aufhören, sonst kriege ich gleich wirklich Bauchschmerzen.
Ich hasse dieses Thema und kann damit gar nicht gut umgeben.
Nein, anders. Das muss ich differenzieren. Bei fremden Menschen bin ich von Krankheit und Tod fasziniert, da passt das Buch "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham, welches ich vorhin ausgelesen habe und zu der es bald eine Rezension gibt, echt gut.
Ich interessiere mich für das Thema Krebs und Tod und Mensch und habe damit auch kein Problem, selbst wenn es in der Familie ist. Im Krankenhaus stört mich das auch nicht, wenn ich mich um ein krankes Kind kümmere, schließlich ist das ja nicht ansteckend oder so, aber sobald es mich  persönlich betrifft, kriege ich voll die Panik.
 
In dem Buch hat Cal, Tessas kleiner Bruder gesagt, dass sie wenn sie Tod ist zu einem Regen aus Glitzerstaub wird.
Das finde ich, ist eine sehr schöne Vorstellung und im Grunde die Wahrheit, dass wir wieder zerfallen in unsere ursprünglichen Elemente.
 
Aber ich hoffe, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.
Ich glaube nicht daran, aber ich würde gern daran glauben. Ist das nachvollziehbar?
Ich denke dabei immer an das Beispiel von Zwillingen, die noch im Babybauch ihrer Mutter sind. Sie wissen nicht, was danach kommt, ob es noch ein Leben außerhalb der Gebärmutter gibt. Aber es gibt eins und so versuche ich mir das auch vorzustellen, denn irgendetwas muss doch hinter dem Universum sein, oder? Aber was ist dann das, was hinter dem Universum ist? Solche Fragen machen mich ganz kirre, weil es darauf keine Antwort gibt.
 
Aber es gibt immer wieder wundersame Menschen, die behaupten im Koma sind sie einen gang entlang geschritten und konnten zwischen zwei Wegen wählen. Dem Leben oder dem Himmel.
Ob sie sich das ausgedacht haben? Vielleicht unbewusst als Schutzmaßnahme des Gehirns, damit der Patient nicht völlig dahinrafft?
Oder im Radio hatte ich mal gehört, dass eine blinde Frau vom Auto angefahren wurde, schwer verletzt ins Krankenhaus kam und als sie erwachte, war sie immer noch blind, hat aber gesagt, dass sie sich selbst sehen konnte von oben und konnte am Ende sogar die Jackenfarbe des Mannes der ihr geholfen hat benennen.
Natürlich kann das ein Zufall sein, aber ich klammere mich an solche Kleinigkeiten, weil man einfach besser lebt und vielleicht den Tod auch besser verkraftet und besser und gesünder damit umgeht.
 
Wenn ich eine Religion wählen müsste, dann wäre das wahrscheinlich der Buddhismus. Die Ruhe und Gelassenheit tut uns Menschen und besonders mir bestimmt sehr gut. Außerdem wird man dort immer wiedergeboren. Zwar nicht als Mensch, aber immerhin.
Daher möchte ich auch an einem Baum begraben liegen. Vielleicht wenn ich dann zerfalle, nehmen die Wurzeln meine Mineralien auf und ich wandere durch die Sprossachse hoch zum Laubblatt, werde ein Blütenblatt oder die Frucht.
Das ist für mich eine sehr schöne Vorstellung.
 
Aber genau, weil ich nicht genau sagen kann, ob ich an den Tod glaub oder nicht, möchte ich nicht verbrannt werden, weil ich Angst hätte, dass ich doch noch etwas spüre, so ein Gefühl wie am lebendigen Leib verbrannt oder weil meine Seel zerstört wird.
Es gibt so viele fantastische Bücher über Engel und die Hölle usw., war es wirklich unsere Fantasie. Die Menschen, die sich so etwas ausdachten, um mit dem Tod besser leben zu können? Geschichten, die gesponnen würden um des Menschen ärgsten Feind zu mildern?
Ich nehme es stark an und doch klammere ich manchmal an die Hoffnung, dass der Autor, dass selbst erlebt hat, um so detailgetreu dies Schreiben zu können.
 
Ich könnte jetzt noch stundenlang über diese Frage philosophieren, aber ich glaube, sonst werdet ihr nicht mehr mit lesen fertig :)
Schließt eure eigenen Schlüsse draus. Ich bin wie gesagt ein rational denkender Mensch, der sich wünscht nach einem Leben nach dem Tod wirklich glauben zu können.
 
<3 Fiorella
 

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ich lese auch lieber das Buch vorher, sonst habe ich schon eine Vorstellung wie die Personen aussehen usw. und das stelle ich mir vorher lieber selber vor ;)

    Ja das ist ein schwieriges Thema, über das man Romane schreiben kann. Ich bin aber überzeugt das etwas danach kommt. Irgendwo muss ja der Sinn für unser Leben liegen. Irgendwie wird es sicher weiter gehen und vermutlich ganz anders als wir uns das vorstellen :)

    Liebe Grüße
    Frau Wölkchen

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