Samstag, 5. April 2014

Rezension zu "Für immer die Liebe" von Cynthia J. Omulolu

"Für immer die Liebe".

Vor zwei Wochen hab ich das Buch gelesen. Mittlerweile hab ich schon wieder zwei Bücher,  "Die Elite" und "Ich gegen dich"  durch, aber hier ist endlich meine Rezension von mir für euch.

Inhalt vom Buchrücken:
Kann die Liebe dein Schicksal besiegen? Seit Cole weiß, dass sie ein Mensch ist, der sich an seine früheren Leben erinnert, hat sich einfach alles verändert. Sie ist zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt. Griffon macht sie überglücklich und sie möchte nie wieder ohne ihn sein. Doch dann drängt sich der charismatische Drew in Coles Leben. Plötzlich weiß Cole nur noch eines: dass sie nichts mehr weiß! Sie liebt Griffon doch, oder? Warum bloß übt Drew dann so eine Anziehung auf sie aus? Ist er vielleicht ihr Schicksal? Der großartige Abschluss der Für immer-Reihe.



Meine Meinung:
Zunächst muss ich erst mal sagen: Zu viel Handlung zu wenig Buch.
Da es leider nur ein Zweiteiler ist, hatte sie sämtliche Fakten in das Buch gestopft und es überquillt ein wenig.
Ich hätte mir eine Trilogie gewünscht. Leider habe ich das auch erst gehört, als ich es bereits fertig gelesen hatte. Aber Für immer die Seele, Für immer die Zweifel, Für immer die Liebe - das hätte doch toll geklungen.

Ich hab überlegt und nochmal das Ende nachgelesen. Klar, ja es geht als Ende durch. Aber irgendwie ist für mich die Story noch nicht vorbei. Noch so viele ungelöste Fragen um das Leben als Akhet, so viel, was ich nicht weiß und gerne wissen möchte. Mir kommt es so vor, als wäre das Akhet sein, ein Hobby. Wie Schlittschuhlaufen, Eis essen, am Wasser spazieren gehen.
Vor allem frage ich mich wie es mit Rayne weitergeht. Ich möchte nicht zu viel verraten. Aber aus ihr wäre noch viel heraus zu holen gewesen - z.B. für einen dritten Teil.

Aber ich möchte nicht schon jetzt kritisch sein. In letzter Zeit war ich das oft und seit ich blogge hat nur ein Buch bei mir 5 Sterne/ Muffins (Delirium von Lauren Oliver) bekommen. Meine Bewertungsliste könnt ihr hier nachlesen.

Erster Satz:
Das Faszinierende als Akhet ist, dass man sich an alles erinnert. Das Schlimme daran ist, dass man nichts vergessen kann.
Letzter Satz:
Glücklich erwidere ich sein Lächeln, spüre den Wind in meinen Haaren, höre den Asphalt unter den Rädern summen, sehe vor mir den endlos weiten Horizont und weiß, dass es nichts schöneres gibt als genau diesen Augenblick.

(Okay, es hört sich schon nach einem typischen Ende an-aber trotzdem. Ihr wisst was ich meine, oder?)
Insgesamt kann ich aber schon mal sagen: es ist nicht so gut wie der erste Teil. Von Für immer die Seele war ich hin und weg. Der zweite Teil ist aber trotzdem noch gut.

Ich hätte mir gern noch mehr Ausschnitte aus Coles früherem Leben gewünscht. Die fand ich wie schon im ersten Teil immer am spannenden.
Das Hauptthema im Buch war das Beziehungsdreieck zwischen Cole, Griffon und Drew, obwohl ich es nicht ganz so schlimm fand, wie bei Die Elite. Ich fand es eigentlich ganz gut.

Aber - hier kommt das große Aber :D

Griffon mochte ich im ersten Teil. Stark und interessant. Jetzt mag ich ihn nicht mehr. Ein Weichei und Feigling und er sagt immer, er hat so etwa schon einmal erlebt, und nennt aber nie konkret was genau. Er hat nicht um Cole gekämpft.
---> Spannung. Für wen entscheidet sich Cole? Das ist im letzten Satz dank des lieben Wörtchens Er nicht heraus zu lesen. Obwohl eigentlich schon, wenn man im ersten Teil aufmerksam aufgepasst hat ;)

Die Autorin hat ein paar neue Charaktere dazu gefügt, u.a. Giselle und wieder andere verschwinden lassen - so wie Kat. Coles nervige aber supersüße Schwester. Kat haut mal eben nach London ab.
Rayne wird mit zur Hauptfigur. Ich mochte Rayne. Sie ist im Buch ein Grundaus positiver Mensch und nicht so pessimistisch wie Cole. Ich frag mich, was die Jungs nur alle an ihr finden?

Coles Höhenangst wird ein ständiger Begleiter, sei es auf dem Partydach, Drews Appartment usw.
Ach-da war ja noch wer. Drew!
I love him. Drew ist mein persönlicher Favorit. Griffon kämpfte nicht, gab einfach auf und hatte auch nicht wirkliches zu bieten.
Drew dagegen. Menschenskind. Wie kann Cole nur so doof sein?

Ganz ehrlich: Ich hätte Drew genommen. Von Anfang an. Er macht Cole kleine Geschenke. Liebevolle, achtet sie und gibt nicht auf. Er ist charmant und höflich und liegt ihr zu Füßen! Und gut sieht er auch noch aus!
Daher hier mal meine Lieblingstextstelle:
" Ich lege mein Buch beiseite und lehne mich an ihn. "Zwei Wahrheiten und eine Lüge."
Drews Finger huschen weiter über den Bildschirm. "Was?"
"Zwei Wahrheiten und eine Lüge.", wiederhole ich und pikse ihn leicht in die Rippen. "Das ist ein Spiel." Er seufzt. " Im Spielen bin ich nicht besonders gut.", sagt er, den Blick immer noch auf den Bildschirm geheftet.
Ich weiß nicht warum, aber plötzlich habe ich Tränen in den Augen und rutsche von ihm weg ans andere Ende der Couch. Eigentlich ist ja gar nichts passiert. Drew mag keine Spiele und er hat zu tun. Warum muss ich dann auf einmal heulen?
"Was ist los?", fragt er verdutzt. " Nichts.", schniefe ich. "Waren ein paar harte Wochen."
Drew schiebt den Computer beiseite und legt seinen Arm um mich. "Na, Gott sei Dank ist diese ganze Sekhem Geschichte jetzt vorbei und wir können uns endlich wieder unserem eigenen Leben widmen."
Ich hebe den Kopf und schaue ihn an. "Wieso vorbei? Nichts ist vorbei. Ich werde natürlich weiter mit Janine arbeiten. Sie brauchen mich."
Er sieht mich ein bisschen irritiert an. "Aber du hast doch gesagt, wie gefährlich das ist. Außerdem hast du keinerlei Verpflichtungen ihnen gegenüber."
"Trotzdem mache ich weiter."
"okay, wie du willst.", sagt er, doch ich höre genau, dass er eigentlich dagegen ist. "Aber ich will nicht, dass du nochmal irgendwelche gefährlichen Aufträge übernimmst." Er gibt mir einen Kuss. "Ich brauche dich nämlich, und zwar heil und unversehrt." Er lehnt sich zurück und ich schmiege mich an ihn. "Übrigens habe ich Sandoval gesagt, dass ich die Jacht kaufen werde. Was hälst du davon, wenn wir auf eine tropische Insel durchbrennen und dort bleiben, bis du achtzehn bist? Dann bräuchtest du den ganzen Tag nichts zu tun, außer in der Sonne liegen und mit den kleinen bunten Fischen um die Wette zu schwimmen."
(Seite 358f.)

Klingt doch verlockend, oder? Das ganze Leben Urlaub, wie Drew es kennt, mit einem guten Millionär an der Seite...
Obwohl ich persönlich Spiele sehr mag.
Drew bietet Cole sogar noch mehr an.

"Von jetzt an kannst du tun und lassen was du willst. Ich hab mehr Geld, als wir beide zusammen in einem Leben ausgeben können, du ich kann dir viel mehr bieten als bloß einen Highschool-Abschluss. (...) Wir könnten überall hinfahren! Wohin möchtest du? nach Europa vielleicht? In den Südpazifik? nach Thailand? (...)" (Seite 359)

Ehrlich, wenn mich mal jemand danach fragen würde...ich will die ganze Welt sehen :p
Anhand dieser Textbeispiele könnt ihr schon sehen, dass der Text wieder, wie auch sein Vorgänger einwandfrei fließend zu lesen ist. Er ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und ihr Schreibstil klingt für mich immer sehr authentisch.
Viele Fragen bleiben offen, so auch, ob Cole je wieder Cello spielen kann usw. Aber wenn man das Buch nicht liest, weiß man es auch nicht. So oder so weiß man es nicht.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. Nicht vollkommen, aber auch nicht grottenschlecht, wie ich schon wo manch anders gelesen habe.


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