Donnerstag, 24. April 2014

Die Bücherdiebin



Gestern war ich im Kino und hab mir "Die Bücherdiebin" angeschaut.
Ich sage nur "WOW".
Der Film lohnt sich echt.



Kurzbeschreibung des blanvalet Verlags:
Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.
Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …
»Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachhaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren.



Meine Meinung:
Ich habe das Buch vor vier Jahren gelesen.
Es ist sehr viel hängen geblieben. Mehr als bei jedem anderen Buch nach einer solchen Zeitspanne.



Ich fand den Film sehr viel besser!
Versteht mich nicht falsch. Das Buch war auch sehr gut. Ich habe geweint. Warum mussten die Bomben nur die Himmelstraße treffen?
Warum musste der Junge mit dem zitronenfarbenen Haar sterben?



Aber das Buch ist aus der Sicht des Todes geschrieben. Düster. Ungewöhnlich. Vielleicht war ich mit 12/ 13 Jahren noch nicht reif genug für die verschlungenen Wortspiele. Vielleicht war es das.
Ich sollte jetzt mit 17 es noch einmal lesen. Dann habe ich eine andere Sicht auf das Buch.


 
Auch im Film war der Tod der Erzähler. Aber es war besser. Und es war nicht ganz so traurig. Geweint habe ich auch, das ja. Aber es war trotzdem gut.
Und eine Starbesetzung oben drauf. Sehr treffende und sympathische Charaktere.



Und nach meiner Erinnerung her, hatte sich der Plot sehr nah an der Romanvorlage gehalten. Vielleicht nicht ganz. Die Frau des Bürgermeisters entdeckt im Buch, dass Liesel Bücher stiehlt. Im Film nicht.



Im Buch, entwischt Hans Hubermann dem Tod mehrmals. Im 1. WK, auf dem Wagen, weil er den Platz mit einem anderen Kameraden tauschte, der Wagen kippte und der andere, mit dem Hans getauscht hatte, einen Genickbruch erlitt. Den Hans hätte haben sollen.
Das Schicksal verteilt seine Karten sehr großzügig.



Im Film wurden sehr gut die Gefühle der Menschen dargestellt. Die Konflikte und Gewissensbisse.



Die Erziehung und Grausamkeit der Wachtmänner.


 
Freundschaft. Loyalität.



Ich liebe den Film!


 
Er zeigt, was Wörter bewirken können.



Er stellt da, was Menschen vollbringen können. Einen Schneemann im Keller bauen, für Max.



Es thematisiert stark den Tod.



Ich mochte Hans. Seine Mühe für seine "Majestät".


 
Die Darstellung des Wörterbuches an den Wänden.



Und auch die Sprache wurde beibehalten, wenn sie zeigten, wie Liesel im Tagebuch schrieb. Im Buch "Mein Kampf", von Hitler, indem die bedruckten Seiten mithilfe von weißer Farbe zu leeren wurden. Um sie wieder aufzufüllen. Von Liesel.



"Papas schöne silbrige Augen fingen schon an zu rosten, und Mamas Papplippen waren halb geöffnet festgefroren, in der Form eines unvollendeten Schnarchens.“


 
"Der Mann mit dem Herzen eines Akkordeons."



"Saumensch!"



"Die Sonne sieht aus wie eine silberne Auster."



„Eine kleine Bemerkung am Rande: Ihr werdet alle sterben“



„Ich bin nicht gewalttätig. Ich bin nicht bösartig. Ich bin das Ergebnis.“



„die einzige Wahrheit […], die ich wirkliche kenne [ist] […] Ich bin von Menschen verfolgt.“


 
"Wenn sie mich gesehen hätte, hätte sie mich vermutlich "Saukerl" genannt, und ich hätte es ihr nicht übel genommen. Später, nachdem ich Die Bücherdiebin gelesen hatte, wusste ich, dass sie jeden so nannte. "Saukerl". "Saumensch". Besonders diejenigen, die sie liebte. (...) Ihr elastisches Haar war gelöst. Es rieb gegen das Kissen, und ihr Schrankförmiger Körper hatte sich mit dem Schlag ihres Herzens sich erhoben. Und seid versichert, diese Frau hatte tatsächlich ein Herz, und zwar ein größeres, als die meisten Leute vermutet hätten. Da war eine Menge drin, aufgestapelt, meterhoch auf verborgenen Regalen. (...) Sie war die Frau, die einen Juden durchgefüttert hatte, ohne auch nur eine einzige Frage zu stellen, nicht in der ersten Nacht und auch nicht danach. Und sie war eine Frau, die mit ausgestrecktem Arm tief in eine Matratze hineingegriffen hatte, um einem jungen Mädchen ein Skizzenbuch zu geben."



"Ein Mensch ist eben doch nur so viel wert, wie sein Wort."



Das Buch, sowie der Film sind eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort!


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.