Sonntag, 16. März 2014

Rezension zur Amortrilogie von Lauren Oliver.

Vorsicht. Kann Spoiler enthalten.

Viele Leser haben sich ja über das Ende "gestritten".
Viele fanden es doof, weil sie meinten, es wäre ihnen zu ein offenes Ende gewesen. Wieder andere fanden es gut so.

Ich muss sagen. Ich liebe diese Bücher. Lauren Oliver hat einfach ein ganz spezielles Schreiben. Sie wirft Fragen auf und regt zum Nachdenken an.
Es könnte auch daran liegen, dass Frau Oliver Philosophie studiert hat...ich finde es einfach nur klasse.
Und daher stelle ich euch alle drei auf einmal vor.
Und ehrlich: Diese Cover sind doch einfach der Hammer! Ich liebe die Aufmachung der Schutzumschläge.

Band 1: Delirium - Amor deliria nervosa

Inhalt auf dem Buchrücken:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.



Meine Meinung.

Erster Satz:
Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftlicher ein Heilmittel dagegen entwickelt.

Das Buch ist perfekt. Fünf Sterne, muss ich nicht dazu sagen. Alles stimmt. Die Personen stimmen, die Nebenfiguren, der Schauplatz, die Handlungsentwicklung. Einfach alles. Ich habe diesen Band verschlungen und ich finde ich muss dazu auch gar nicht viel sagen.
Ihr solltet ihn lesen. Es ist der beste Teil der drei Bände.

Besonders schön finde ich, dass vor jedem Kapitel ein Auszug aus dem Buch Psst. enthalten ist. Das Buch welches quasi das Gesetz darstellt und jedes Kind auswendig können muss. Manches sind auch Kinderlieder oder anderen Lehrbüchern.
Einige Beispiele:

"Die gefährlichsten Krankheiten sind die, die einem das Gefühl geben, gesund zu sein."
Spruch 42, Das Buch Psst. Seite 7

" Der Teufel stahl sich in den Garten Eden. Er trug den Samen der Krankheit - Amor deliria nervosa - bei sich. Das Samenkern wuchs und gedieh und wurde zu einem herrlichen Apfelbaum, der Äpfel trug, so leuchtend rot wie Blut."
Aus: Genesis. Eine vollständige Geschichte der Welt und des bekannten Universums. Seite 27

Ich möchte hier jetzt nicht unbedingt schreiben, wie die Geschichte sich entwickelt und welche grandiosen sprachl. Mittel Lauren Oliver eingesetzt hat, sondern euch viel mehr ein Gefühl dafür geben.
Ich möchte euch neugierig machen. Nein- sogar süchtig auf das Buch. Also werde ich euch hier ein paar Appetithäppchen servieren, weil das Buch einfach toll ist! Es ist die Emotionalität, die dieses Buch ausmacht.


Beim Ende musste ich heulen. Ich musste bei jedem Band heulen.
Ich liebe das Ende trotzdem. Es ist so romantisch. Ich weiß, ich sollte es euch nicht schreiben, aber ich kann nicht anders. Ich habe diese Sätze schon so oft aufgeschrieben, in mein Tagebuch und sonst wo, dass ich sie beinahe auswendig kann.

Lauren Oliver schreibt in jeder Hinsicht toll. Sie beschreibt bildlich und macht Alex mit seinen Haaren, wie Herbstlaub, liebenswert und realistisch.

Dieses Buch gehört mit zu meinen Lieblingsbüchern.

Band 2: Pandemonium - chaos, Wirrnis, tumut

Inhalt auf dem Buchrücken
Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.



Meine Meinung.
Dieses Buch ist in jeder Hinsicht ganz anders, als ich erwartet habe. Die Sicht ist abwechselnd aus  der Sicht von Lena im Jetzt und aus der Sicht von Früher (also direkt ach der Flucht) geschrieben.
Am Anfang war ich irritiert und ich musste mich erst einmal hineinfinden.
Aber das gibt sich mit der Zeit und ich finde die Verknüpfungen zu den beiden Sichtweisen sehr speziell und gut konstruiert.

Ich finde diesen Band nicht ganz so gut, wie den vorherigen, aber auch hier hat mich das Ende wieder umgehauen und ich musste weinen.
Es kommt zu einer Fast-Dreiecks-Beziehung.
Denn

Achtung!
Spoiler!

Wer es nicht wissen will, überspringt bitte bis zum nächsten Teil.
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Alex kommt in diesem Teil nicht vor, außer am Ende.
Stattdessen lernt Lena Julian kennen und lieben.
Julian mochte ich nicht. Auch nicht im dritten Teil. Er war mir zu schwach.

Vieles kommt euch jetzt wie Rätselraten vor, weil ich nicht alles von dem Buch beschreibe. Aber so viel lass gesagt sein: es passiert viel. Unglaublich viel. Action. Drama. Emotionalität. Der Wandel von der zarten Lena zu einem knallharten Invalide.

Band 3: Requiem - missa pro defunctis

Inhalt vom Buchrücken:
Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen. Kostenloses Extra nur in der Hardcover-Ausgabe: die Kurzgeschichte "Alex"!



Meine Meinung:
Ich finde es dieses Mal langatmiger, als in den beiden anderen Bänden. Es passiert nicht wirklich viel. Besonders am Anfang. Trotzdem bleibt es spannend. Schade finde ich persönlich, dass Alex und Lena so lange brauchen, bis sie erkennen, dass sie zusammen gehören.
Und die Beziehung von Lena zu ihrer Mutter verläuft nicht so wie erhofft - von mir.
Trotzdem: Es hat mir sehr gut gefallen und ist ein gelungener Abschluss. Auch hier finde ich das Ende am besten. Als wenn es noch einen weiteren teil geben würde. So schön philosophisch.

Dieses Mal gibt es die Perspektive von Lena, aber auch die von ihrer besten Freundin Hana. Wobei ich sagen muss, dass ich die Entwicklung um Hana, noch besser fand, als von der eigentlichen Hauptprotagonistin.
Ganz zum Schluss gibt es noch einen Anhang. Aus der Perspektive von Alex. es ist für mich überflüssig und tut nichts nur Sache, aber es ist dennoch schön zu lesen.


Lauren Oliver schreibt sehr eindringlich.
Und wie bereits oben erwähnt, viele fanden das Ende zu offen. Ich fand es perfekt. Also macht euch selbst ein Bild.

Kurzgeschichte von Alex:

Erster Absatz:

Ich sag euch was übers Sterben: es ist nicht so schlimm, wie alle sagen.
Die Rückkehr ins Leben ist das, was wirklich weh tut.

So, das war es dann erst mal von mir.
Puh,
jetzt habe ich über eine Stunde daran gesessen und die Zitate abgeschrieben. Aber es sind meine Lieblingstextstellen und ich denke, dass man da durch - ohne den genauen Inhalt zu kennen - ein Gefühl, ja ein Gespür für diese Trilogie bekommt.

eure blaueBlaubeere



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