Dienstag, 18. März 2014

Rezension zu Er ist wieder da von Timur Vernes

Nachdem meine letzte Rezi etwas länger ausgefallen ist, wird diese heute kurz und knapp sein.

Inhalt auf dem Buchrücken:
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes' Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.



Meine Meinung:
Er ist wieder da von Timur Vermes stand schon seit längerem auf meiner Wunschliste.
Durch zahlreiche gute Kritiken in den Nachrichten und durch Empfehlung meiner Freunde raffte ich mich schließelich dazu auf es zu lesen.
Nicht dass sie es gelesen hätten, ich habe leider keine Booksaholics um mich herum. Aber sie haben das Hörbuch gehört.

Es war kein Fehler und gleichzeitig doch einer.

Zuerst möchte ich einmal sagen, die Idee und das Thema sind genial.
Hitler wacht einfach eines Morgens auf-ein paar Jährchen mehr oder weniger in der Zukunft. Digitalisierten Zukunft, was auch oft genug zur Sprache kommt. Schließlich muss er ersteinmal mit der neuen Technik vertraut werden.
Sehr amüsant und das beste Kapitel überhaupt, finde ich die Szene, als Hitler den Fernseher entdeckt und die Schilderung des Programms gleich noch dazu. Denn er hat ja mit seiner Sichtweise recht! Herrlich, als er dann auch mit den neuen Namen (statt Cindy für Hitler: Sinndie, und statt Sandy, Sänndie) nicht so recht klarkommt) muss ich mich echt ausschütten vor Lachen.

Auch generell sind seine Sichtweisen oder die des Hernn Vermes erstaunlich echt. Meinen Respekt an den Autor jede noch so kleine Sache aus der Perspektive eines Diktators der Vergangenheit zu sehen. Das muss erst einer mal können.

Und dennoch habe ich das Buch nach 200 Seiten abgebrochen. Und bin enttäuscht.
Denn was großartig angefangen hat, wo es wirklich witzig war zu lesen, zieht sich dann ziemlich in die Länge mit seinen Kriegsdenkweisen und wird für mich nur noch langweilig. Auch kommt mir Hitler nicht sehr schlau rüber. Einerseits denkt man er hat das Spiel begriffen, er wird als Comödiant eingesetzt, andererseits lebt er wirklich noch in einer anderen Zeit.
Ich an seiner Stelle hätte mehr mitgespielt und mir notgedrungen einen anderen Namen ausgedacht. (Denn es wird echt nervig, wenn er immer wieder betont, dass er Adolf Hitler heißt, in Dokumenten wie sonst wo, obwohl ihm tausendmal gesgt wird, dieser Name ist verboten und wie heiße er denn wirklich....).

Außerdem ist dieses Buch auf Dauer anstrengt zu lesen, zum Teil komme ich selbst nicht mehr mit, was dieser Dialekt auf Hoch Deutsch heißt, auch ist der Schreibstil etwas eigenwillig. Alles was Hitler sieht, sehen wir auch und daher muss man einige Stellen dreimal lesen um zu verstehen, was denn nun eigentlich da steht, denn er sieht oft etwas anderes. Auch wertet er sofort dass was er sieht ohne die Person z.B: vorher zu beschreiben ( er denkt eine Frau wäre krank, dabei ist sie nur sehr bleich im Kontrast zu schwarzen Haaren)....

Fazit: Das Hörbuch ist besser! In jedem Fall, da es durch den Sprecher nicht so staubtrocken herrüberkommt.
Jeder sollte in dieses Buch einmal herinschnuppen. Die Idee ist wirklich gut und viele lesen es auch bis zum Schluss und sind begeistert. Wie gesagt die Geschmäcker  sind verschieden.
Ich fand es gut, dass ich das Buch angefangen habe zu lesen, schade dass es mich nicht reizt zuende zu lesen. Vielleicht später einmal oder wenn ich kein anderes Buch mehr zur Hand haben sollte.

Also bildet euch selbst eine Meinung. Der Anfang war toll, doch dann...jetzt verstaubt es in meinem Regal.

eure blaueblaubeere

Kommentare:

  1. Mit dem Buch ist es mir auch nicht gut gegangen. Ich fand es herrlich geschrieben, aber dann war es mir doch etwas zu sehr auf Hitlertainment getrimmt.

    Habe aber schon von einigen Seiten gehört, dass das Hörbuch viel besser sein soll.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe eine Zeit lang das Hörbuch gehört und von der Sprechweise ist es wirklich super. Aber naja die Sätze bleiben am Ende ja doch die gleichen und meine Meinung hat sich nicht geändert.

      Löschen

Hey, wenn ihr euch bei mir melden wollt, einfach mal nur zum Quatschen ;) oder weil ihr nützliche, kreative und fabelhaftwunderbare Tipps und Tricks für mich habt....dann schreibt mir doch einfach über meine E-Mail:
lady-principessa@t-online.de

Ich würde mich sehr freuen.